Düren - Freizeitpark auf altem Kasernengelände?

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Freizeitpark auf altem Kasernengelände?

Von: Ingo Latotzki
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Blick auf das 2009 geschlossene Munitionsdepot in Gürzenich, in dem unter anderem für den Fliegerhorst Nörvenich Waffen und anderes Material gelagert wurden. Foto: Ingo Latotzki
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CDU-Mittelstandschef Rolf Delhougne und Eventmanager Norbert Schmitz (links). Foto: Ingo Latotzki

Düren. Das ehemalige Munitionsdepot in Gürzenich soll zu einem Themenpark umgebaut werden. Der Dürener Tourismuskaufmann und Eventmanager Norbert Schmitz setzt dabei ganz auf das Thema Musik und will zunächst am 19. Juli ein großes Open-Air-Konzert auf dem Kasernengelände veranstalten.

Schmitz erwartet bis zu 8000 Besucher. Der Themenpark, der dem Echtzer mit dem Vorsitzenden der CDU-Mittelstandsvereinigung, Rolf Delhougne, vorschwebt, soll neben regelmäßigen Konzerten Ton- und Musikvideostudios, Fanartikel- und Souvenirshops, einen Western-Saloon für Westernmusik sowie ein Künstler- und Tatoomuseum bieten. Die 65 Bunker auf der im Wald gelegenen Anlage könnten für Musikgruppen zu Probenräumen werden. Schmitz und Delhougne denken weiter an Pavillons, in denen sich Länder aus der ganzen Welt musikalisch präsentieren könnten. Nachwuchstalente sollen Gelegenheit erhalten, sich zu präsentieren. Zudem soll es einen „German Walk of Fame“ (Ruhmesmeile) geben, auf dem Künstler geehrt werden, die mindestens eine Million Tonträger verkauft haben. Die Musiker sollen „natürlich“, so Schmitz, auch nach Düren kommen.

Das ehemalige Militärgelände gehört der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Für das Open Air-Konzert am 19. Juli haben Schmitz und Delhougne einen Vertrag unterzeichnet. Eine Genehmigung der Stadt steht noch aus. Eventmanager Schmitz will noch nicht sagen, wer in Düren auftreten wird. Es handele sich um international bekannte Musiker verschiedener Stilrichtungen. Während des Konzert soll ein Lärmschutzgutachten erstellt werden, um die künftigen Belastungen für Anwohner herausfinden zu können. In der Nähe befindet sich eine Wohnsiedlung (Im Eichenbruch/56 Häuser) und eine landwirtschaftliche Anlage. Das Gelände soll mit wissenschaftlich erprobten mobilen Schallschutzwänden geschützt werden. Das Konzert stehe bewusst unter dem Motto „Laut und leise“, weil mit den verschiedenen Musikrichtungen unterschiedliche Lautstärken zu verschiedenen Uhrzeiten ermittelt werden können. Schmitz und Delhougne gehen davon aus, dass die Anwohner nicht über Gebühr belastet werden. Deshalb planen sie künftig zwei bis drei Open-Air-Konzerte im Gürzenicher Themenpark.

„Das Gelände eignet sich von seiner Infrastruktur wie kaum ein anderes“, findet Touristikkaufmann Schmitz. Als „besonders positiv“ hebt er den Gleisanschluss und damit die Möglichkeit heraus, Besucher bequem in den Park bringen zu können.

Diese Gleise seien stark sanierungsbedürftig, sagte ein Sprecher der Stadt Düren, der hinter das gesamte Projekt Fragezeichen setzt. Noch sei weder die Machbarkeit noch die Finanzierung geklärt. Das 150 Hektar große Areal sei Landschaftsschutzgebiet. Planerische und technische Aspekte seien ebenso offen. Am heutigen Tag würde sich eine Amtsleiterrunde im Rathaus auch mit diesem Thema beschäftigen.

Schmitz und Delhougne gehen davon aus, dass acht bis zehn Millionen Euro in die Hand genommen werden müssen. Dazu wollen sie einerseits Investoren gewinnen, andererseits die Stadt Düren, die 51 Prozent einer noch zu gründenden Projektentwicklungsgesellschaft halten soll. Diese Gesellschaft soll das ehemalige Munitionsdepot kaufen.

Dazu würde es eines Ratsbeschlusses bedürfen. Rolf Delhougnes Parteikollege, der CDU-Fraktionsvorsitzende Stefan Weschke, sagte am Mittwochauf Anfrage der „DN“, das Projekt sei dem Fraktionsvorstand und dem Dürener Baudezernenten vorgestellt worden. Offen geblieben seien genehmigungs- und planungsrechtliche Fragen, zudem die Finanzierung.

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