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Freiwilligenzentrum: Umzug löst keine Begeisterung aus

Von: Fred Schröder
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Sehen die Aktion „Dürener Ranzen“ gefährdet, wenn das Freiwilligenzentrum jetzt in den Sparkassen-Pavillon an der Tivolistraße umzieht: Vorsitzende Beate Raschmann, Ingrid Lensing als Geschäftsführerin und Vorstandsmitglied Barbara Ley (von links). Foto: Fred Schröder

Düren. Dieser Umzug löst bei den Verantwortlichen keine Begeisterung aus: Ab dem 1. Mai ist das Freiwilligenzentrum Düren in seinem neuen Domizil an der Tivolistraße 90 zu erreichen. Die bisherige Adresse in der langjährigen ehemaligen Sparkassenzweigstelle an der Arnoldsweilerstraße über dem Stadtmuseum muss geräumt werden.

„Als Begründung für die Kündigung gibt die Sparkasse einen Eigentümerwechsel an“, sagt Ingrid Lensing, Geschäftsführerin des Freiwilligenzentrums. In dem Gebäude ist auch das Stadtmuseum zu Hause, das erweitert werden soll und in Zukunft auch die Räume des Freiwilligenzentrums nutzen kann.

Gemischte Gefühle

Ingrid Lensing und der Vorstand um Vorsitzende Beate Raschmann sehen mit äußerst gemischten Gefühlen dem Umzug entgegen. „Wir sind zwar jetzt barrierefrei, haben dafür viel weniger Platz“. Und dieser Platzmangel, so argumentiert man beim Freiwilligen-Zentrum, gefährdet die Arbeit. Insbesondere die erfolgreiche Aktion „Dürener Ranzen“ und die Nachhilfe- sowie Sprachförderungsangebote. „Wie es im Sommer funktionieren soll, wissen wir noch nicht“, sagte Ingrid Lensing weiter.

Das Hauptproblem liegt in fehlender Lagermöglichkeit. Ranzen und weiteres Schulmaterial müssen gelagert werden. Bisher kein Problem, denn an der Arnoldsweilerstraße standen 180 Quadratmeter zuzüglich eines 80 Quadratmeter großen Lagers zur Verfügung. Die neue Unterkunft im früheren Sparkassen-Pavillon an der Tivolistraße hat 83 Quadratmeter Nutzfläche zuzüglich Toilette und Teeküche. „Ideale Bedingungen haben wir da also wirklich nicht“, findet Vorstandsmitglied Barbara Ley.

Contanier-Lösung?

Jetzt sind Lösungen gefragt. Eine Pavillon-Erweiterung ist kaum möglich, eine Containerlösung wäre anzudenken. Und für die Anmietung von zusätzlichem Lagerraum fehlen dem Zentrum das Geld und die logistischen Voraussetzungen. Da bleibt nur die Hoffnung auf Sponsoren oder sonstige Hilfe von außen. Auch Bürgermeister Larue, der Hilfe zugesagt hat, konnte bisher kein Angebot machen.

Die Sparkasse hat 2007 die Etage in ihrem Gebäude an der Arnoldsweilerstraße dem Freiwilligenzentrum vermietet, damit dieses die Aktion „Dürener Ranzen“ angehen konnte. Damals war vom 2009 eingerichteten Stadtmuseum im Erdgeschoss noch keine Rede. Vor zwei Jahren kamen erste Anfragen bezüglich eines möglichen Umzugs; kurz vor Weihnachten das Angebot für den Pavillon in der Tivolistraße. „Die Sparkasse als großer Förderer hilft, wo sie kann“, äußert sich das Zentrum über den Vermieter, der auch kein anderes Raumangebot hat.

In der Phase Umzugs kann das Freiwilligenzentrum sein Angebot nicht in vollem Umfang aufrecht erhalten und bleibt deshalb bis einschließlich Mai geschlossen. Beratungsgespräche zur freiwilligen Mitarbeit können nach Absprache durchgeführt werden, die Ausgabe von Schulmaterial ist aber in dieser Zeit nicht möglich.

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