Nideggen - Freibad in Abenden sieht Zukunft optimistisch

Freibad in Abenden sieht Zukunft optimistisch

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Mit neuem Vertrag und Förderverein steht das Freibad Abenden erst einmal auf sicheren Füßen. Mit verschiedenen Aktionen wie dem Sommerfest am 10. Juli wollen die Verantwortlichen auch zukünftig für den Erhalt des Bades sorgen. Foto: Andreas Bongartz

Nideggen. Die Hängepartie gehört der Vergangenheit an: Über viele Jahre wurde wegen der angespannten Haushaltslage der Stadt Nideggen jedes Jahr aufs Neue diskutiert, ob das Abendener Freibad öffnen kann. Seit diesem Jahr hat man in Abenden nun eine längerfristige Zukunftsperspektive.

Dies liegt nicht etwa daran, dass sich der Haushalt der Stadt Nideggen neuerdings rundum saniert darstellt, ganz im Gegenteil. Seitens der Stadt hat man die Zuschüsse für das Freibad massiv reduziert.

Aber - und das ist die erfreuliche Neuigkeit für die Fans des idyllisch im Wald gelegenen Freibads - die Stadt Nideggen hat erstmals mit dem Pächter des Bads einen Drei-Jahres-Vertrag abgeschlossen, in dessen Rahmen die Einrichtung eine abgestufte finanzielle Unterstützung erfährt. So gibt es im ersten Jahr 10.000, im zweiten 7000 und im dritten Jahr 5000 Euro für das Freibad seitens der Stadt.

„Es war dem Rat wichtig, das Freibad zu erhalten, weil der Bedarf einfach da ist und weil das Bad für Nideggen attraktiv ist”, sagt denn auch Nideggens Bürgermeisterin Margit Göckemeyer. „Wir brauchen das Bad für die Entwicklung des Dorfes. Es ist aus dem Dorf heraus entstanden und ein Teil der Identität für die Menschen hier”, pflichtet der Bürgermeisterin Grünen-Politikerin Gudrun Zentis zu. Nach Auslaufen des Vertrages zwischen Stadt und Pächter Hartmut Assmann soll das Freibad dann auf eigenen Füßen stehen und man ist optimistisch, dass dies funktionieren wird.

Der Optimismus der Beteiligten gründet zu einem guten Teil auf dem seit vergangenem Jahr gegründeten Förderverein Freibad Abenden. „Obwohl noch jung ist er bereits einer der mitgliederstärksten Vereine im Ort”, weiß der erste Vorsitzende, Jörg Hauenstein, zu berichten. Über 100 Mitglieder zählt der Förderverein bereits, vom siebenjährigen Kind bis zum 75-jährigen Rentner sind alle Altersklassen vertreten. Sogar aus den Bereichen Köln und Düsseldorf konnte man rund 20 Mitglieder gewinnen.

Die Fördervereinsmitglieder wollen das Freibad durch ehrenamtliche Arbeiten unterstützen, etwa durch das Säubern der Anlage oder Reparaturen. Mit moderaten Mitgliedsbeiträgen von 20 Euro pro Jahr soll das Bad weiteren finanziellen Rückhalt bekommen. Mitgliedsbeiträge und Erlöse aus dem Betrieb des Bades - damit will Pächter Assmann das Bad in drei Jahren auf feste Füße stellen. Außerdem will man durch Feste und andere Aktionen auf das Freibad aufmerksam machen.

So findet am 10. Juli ein Open Air Konzert mit der Coverband „Shake Up” statt. Ab 14 Uhr wird es an diesem Tag Spiele- und Schminkaktionen für Kinder geben, ab 18 Uhr folgt das Konzert. Der Eintritt ist frei.

Dass das kleine Sommerfest wieder regen Zuspruch erfahren wird, davon geht man bei den Organisatoren vom Förderverein aus. Den selben Zuspruch wünscht man sich für das Freibad, 200 Vereinsmitglieder lautet das Ziel von Jörg Hauenstein für dieses Jahr.

Denn eines ist sicher: „Nur durch Gemeinschaft und den Zuspruch der Bürger wird das Freibad eine Zukunft haben.”
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