Frauentag: Ausstellung, Musik und ein toller Vortrag

Von: Margret Vallot
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Düren. Viel haben die Frauen erreicht in 100 Jahren Kampf für die Gleichberechtigung. Zumindest auf dem Papier. Doch es gibt noch unendlich viel zu tun, das weiß jede Frau. „Heute für morgen Zeichen setzen”, so lautet ganz passend das Motto, mit dem die Dürener Frauen den Internationalen Frauentag feiern werden.

Allerdings nicht am 8. März, dem Originaldatum, sondern erst am Samstag, 19. März von 12 bis 14 Uhr im Rathaus der Stadt. Zum 25. Mal organisieren Gilla Knorr und ihr Frauenbüro diesen Tag zusammen mit dem Frauenforum Düren. Und noch ein Jubiläum ist angesagt: Der Frauentag wird in Deutschland und in vielen anderen Ländern auch zum 100. Male gefeiert.

Die 100 sind voll, da ist auch erinnern angesagt. Erinnern an allÔ die Vorkämpferinnen, die für Wahlrecht, für das Recht auf Bildung, gleiche Chancen und Bezahlung, freies Entscheiden über den Lebensweg und das eigene Konto auf die Straße gingen und teilweise Kopf und Kragen riskierten. Zumindest aber, verlacht und verhöhnt wurden.

So hat das Frauenbüro der Stadt von der IG Metall eine Plakatausstellung übernommen, die mit vielen Fakten und Daten, mit Bildern und Fotos ausgestattet ist und schon bei der Vorstellung diverse Vertreterinnen des Dürener Frauenforums amüsierte. Die Plakate aus verschiedenen Jahrzehnten zeigen, wie kreativ und humorvoll Frauen für ihre Rechte gekämpft haben. Die Schau präsentiert die Highlights aus 100 Jahren, die Schlaglichter, die nicht viele Worte brauchen, sich vielmehr selbst erklären. „Auf die nächsten 100”, wünschen sich zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können. Die eine ist eine Dame der Jahrhundertwende, die andere eine Punkern aus unseren Tagen. Die Ausstellung wird am 19. März beim Frauenempfang im Rathaus zu sehen sein und danach noch vom 21. bis zum 28. März im Dürener Bürgerbüro am Markt.

Vier alte Kampf- und Mahnlieder werden zurzeit von Schülerinnen der Musikschule unter der Leitung von Ina Hagenau einstudiert. Sie sollen beim Fest im Rathaus vorgetragen werden.

Als letzten Programmpunkt nannte die Dürener Frauenbeauftragte Gilla Knorr den Vortrag der Journalistin, Politologin und Buchautorin Dr. Antje Schrupp zum Thema Perspektiven der Frauenpolitik. Ihr Festvortrag hat den Titel „Stellen wir noch gleich oder leben wir schon berechtigt?” Wer Zeit hat, diesen Vortrag anzuhören, darf sich freuen.
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