Frau um 230.000 Euro betrogen

Von: oha
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Düren. Unter Beteiligung ihrer Dürener Kollegen haben Polizei und Staatsanwaltschaft aus Göttingen jetzt einen 42 Jahre alten Nigerianer in Düren festgenommen. Nach Ermittlungen der Polizei handelt es sich um einen mutmaßlichen Betrüger der „Nigeria Connection“, der die Verliebtheit von Frauen ausgenutzt haben soll, um sie um hohe Geldbeträge zu betrügen.

Ermittler der Göttinger Polizei waren dem 42-Jährigen aus Düren sowie einem 38 Jahre alten Komplizen schon länger auf der Spur. Die beiden Nigerianer hatten über Single-Börsen in Deutschland, Spanien und USA per Chats, E-Mails und Telefonaten zunächst eine Liebesbeziehung zu Frauen aufgebaut. Manchmal kam es sogar zu Online-Verlobungen.

Dabei sendeten die Täter ihren Internet-Bekanntschaften meist Fotos von attraktiven Männern, die sie zuvor von fremden Internetseiten kopiert hatten. Zuletzt gaben sie sich sogar als amerikanischer General aus. Die Betrüger spendeten ihren Opfern über Monate Zuwendung und waren praktisch Tag und Nacht für sie da. War die Liebesbeziehung dann einmal aufgebaut, folgten mit immer neuen Lügengeschichten finanzielle Forderungen.

Das letzte Opfer fiel ebenfalls auf den Schwindel herein und verlor insgesamt 230.000 Euro. Als die Frau den Betrug erkannte, zeigte sie den „General“ bei der Göttinger Polizei an.

Die Ermittler nahmen daraufhin den 38-Jährigen in Frankfurt fest, als er weitere 7500 Euro von seinem Opfer entgegen nehmen wollte. Den zweiten Täter nahmen Dürener und Göttinger Beamte gemeinsam in Düren fest. Er erhielt seine Aufträge direkt aus Ghana und leitete sie an den Frankfurter weiter.

Auto beschlagnahmt

Weitere Betrugsversuche in Kassel konnten vereitelt werden. Wie die Dürener Polizei am Donnerstag mitteilte, lag gegen den 42-Jährigen bereits ein Haftbefehl vor. Sein Auto im Wert von 50.000 Euro beschlagnahmte die Polizei in Düren.

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