Düren - Französischer Konzern übernimmt Ofenbauer Elino

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Französischer Konzern übernimmt Ofenbauer Elino

Von: Burkhard Giesen
Letzte Aktualisierung:
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Die Insolvenz ist abgewendet. Ein französischer Konzern übernimmt Elino. Foto: Archiv/B. Giesen

Düren. So richtig dran geglaubt haben zum Schluss Geschäftsführer und Insolvenzverwalter offenbar auch nicht mehr an die Rettung des insolventen Dürener Ofenbauers Elino. Gelungen ist es freilich dennoch: Nach Angaben von Rechtsanwalt André Seckler von der Kanzlei des Insolvenzverwalters Kebekus wird das französische Unternehmen Elmetherm den Betrieb übernehmen.

„Es ist uns gelungen, das Unternehmen zu veräußern. Der Standort Düren ist gesichert”, so Seckler. Wermutstropfen: 14 der derzeit genau 124 Arbeitsplätze müssen nach Informationen der „DN” abgebaut werden. Für die Betroffenen soll nun eine Transfergesellschaft gegründet werden.

Seit Anfang Dezember hatten die Beschäftigten in Düren um ihre Jobs Bangen müssen - und das bei einem Unternehmen, das von Fachleuten stets als wirtschaftlich gesund bezeichnet wurde. Immerhin zählt das Unternehmen zu den führenden Herstellern von Wärmebehandlungs- und gastechnischen Anlagen.

Ausgelöst worden war die Krise durch den Mutterkonzern Eliog AG, der die Dürener aufgekauft und die Geschäftsanteile verpfändet und so das Geld abgezogen hatte. Das ist zwei Tage nach Eröffnung der Insolvenz nun ausgestanden. „Die Verträge sind unterzeichnet, der Standort ist gesichert, die Arbeitsplätze bleiben fast alle erhalten”, so Seckler am Dienstag, der auch die Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat ausdrücklich lobte. Der Betriebsrat wusste von der Lösung in dieser Form am Dienstag allerdings noch nichts: „Ich habe noch keinen unterschriebenen Vertrag gesehen”, so Betriebsratsvorsitzender Günter Uerlings. „Die Gespräche laufen auch noch und wir kämpfen nach wie vor um jeden einzelnen Beschäftigten. Mir kann auch keiner sagen, wer uns denn genau übernimmt.”

„Siebenstellige Summe”

Laut Seckler soll zunächst eine so genante Vorratsgesellschaft gegründet werden, die Elino übernimmt und dann Elmetherm eingegliedert wird. Elmetherm, die ihren Stammsitz in Frankreich haben, aber auch in den USA und Deutschland mit Niederlassungen vertreten sind, haben für Elino nach Angaben von Seckler eine „siebenstellige Summe” bezahlt. „Das ist ein Investor, der sich mit der Branche auskennt”, sagt Seckler.

Mit weiteren Kündigungen im Zuge der Übernahme rechnet er nicht. Eher im Gegenteil: „Die Mannschaft von 110 Mitarbeitern wird benötigt. Arbeitsplätze können dann eher auch wieder aufgestockt werden.” Das dürfte allerdings wesentlich von der Auftragslage abhängen. Im Zuge der vorläufigen Insolvenz war ein großer Kunde abgesprungen.
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