Nörvenich - Flugzeugtausch auf allerhöchster Ebene

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Flugzeugtausch auf allerhöchster Ebene

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Lobend äußerten sich Lieutenant General Guillaume Gelee (links) und Generalleutnant Peter Schelzig nach der Landung nach dem Probeflug im Kampfflugzeug des jeweiligen NATO-Partners. Foto: Dietmar Engels

Nörvenich. Die Befehlshaber der französischen und deutschen Luftstreitkräfte haben am Donnerstag eine ganz neue Erfahrung gemacht: Beide konnte das Kampfflugzeug der jeweils anderen Seite ausprobieren. Lieutenant General Guillaume Gelee war auf Einladung von Generalleutnant Peter Schelzig zum Nörvenicher Fliegerhorst gekommen.

Formeller Anlass war der 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Elysee-Vertrages zwischen Frankreich und der Bundesrepublik.

Die beiden Generäle wollten die guten bilateralen Beziehungen vertiefen und führten Gespräche über mögliche Kooperationen auf NATO-Ebene. Die Flüge im jeweils modernsten Kampfflugzeug der anderen Nation waren Ausdruck des gegenseitigen Respekts – und Spaß hat der Flugzeugtausch überdies gemacht, wie die beiden Befehlshaber nach der Landung betonten. Es waren jeweils zweisitzige Maschinen, wie sie für Trainingsflüge eingesetzt werden.

Die Chefs der beiden Luftstreitkräfte waren nominell Co-Piloten, konnten aber unterwegs auch selbst das Steuer übernehmen. Beide äußerten sich lobend über das Kampfflugzeug des NATO-Partners.

„Konzepte sehr ähnlich“

Kann ein Eurofighter-Pilot so ohne Weiteres eine französische Rafale fliegen? „Es bedarf schon einer gründlichen Einweisung, aber die Konzepte beider Maschinen sind schon sehr ähnlich“, sagte Generalleutnant Peter Schelzig. „Und schließlich war ja schließlich ein Profi mit an Bord“, fügte er schmunzelnd hinzu. General Guillaume Gelee äußerte sich ähnlich.

Er bedankte sich bei dieser Gelegenheit für die Unterstützung der französischen Luftstreitkräfte durch die Bundesluftwaffe im Zusammenhang mit dem Mali-Einsatz. Deutsche Flugzeuge haben französische Kampfjets auf ihrem Weg nach Afrika in der Luft betankt. Die Zusammenarbeit solle noch weiter ausgebaut werden, sagten die Befehlshaber.

In Nörvenich sind inzwischen 20 der 31 vorgesehenen Eurofighter stationiert. Die meisten der aufwändigen Baumaßnahmen im Fliegerhorst sind bereits abgeschlossen.

Unter anderem wurde der gesamte Führungsstab von Kerpen nach Nörvenich verlegt. Der Standort Kerpen wird nach und nach aufgelöst.

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