Flächen für die Windkraft nehmen Gestalt an

Von: bugi
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In einem Korridor rund um Berg (orange markierte Flächen) sind nach derzeitigem Stand so genannte Windkraftkonzentrationsflächen denkbar. Eine Entscheidung dazu steht aber noch aus. Foto: Stadt Nideggen

Nideggen. Über Monate hinweg sind Unternehmen durch Nideggen gezogen und haben Eigentümern größerer Grundstücke Verträge unter die Nase gehalten, um sich möglichst frühzeitig Flächen für neue Windkrafträder zu sichern. Das hat in der Flächengemeinde für viel Unmut gesorgt. Kein Wunder also, dass am Dienstag in der Sitzung des Planungsausschusses in Nideggen rund 70 Bürger anwesend waren.

 Bei der Sitzung wurden vom von der Stadt beauftragten Planungsbüro erstmals Ergebnisse einer Voruntersuchung zu Eignungsflächen für die Windenergienutzung präsentiert. Das bisherige Ergebnis: Nur in einem schmalen Korridor rund um Berg gibt es nach Ansicht des Ingenieurbüros Flächen, die sich für die Windenergienutzung eigenen würden. Diplom-Geograph Rochus Mey erläuterte in der Sitzung die Vorgehensweise der Untersuchung. So haben die Planer die Flächen im Ausschlussverfahren ermittelt.

Untersucht wurde dabei das komplette Stadtgebiet. Nicht geeignete Zonen sind Naturschutzgebiete wie zum Beispiel das komplette Rurtal und natürlich die Ortschaften selbst. In einem nächsten Schritt wurden die Abstandsgrenzen festgelegt. Bei Ortschaften zum Beispiel 800 Meter, bei Einzelgehöften 400 Meter bis zum nächsten Windrad. Hinzu kommen weitere Belange des Naturschutzes, die zu berücksichtigen sind, so der Erhalt seltener Tierarten.

Nimmt man alle ungeeigneten Bereiche heraus, reduzieren sich die nutzbaren Gebiete auf wenige Flächen, die zudem mindestens sieben Hektar groß sein müssen, wenn man eine Einzelbebauung mit Windrädern vermeiden will. Da man in Nideggen erst am Anfang der Untersuchungen steht, müssen nun in einem weiteren Schritt die vorhandenen Flächen bewertet werden, zum Beispiel nach ihrer Wirtschaftlichkeit für die Windenergienutzung, aber auch nach städtebaulichen Gesichtspunkten. Rochus Mey: „Danach folgt ein langwieriger Abstimmungsprozess.“

In den muss unter anderem die Bezirksregierung eingebunden werden, weil sie letztlich den notwendigen Flächenänderungsplan genehmigen muss. Zuvor können auch die Bürger Einwendungen geltend machen. Erst danach kann dann ein Genehmigungsverfahren für den Bau der Windkraftanlagen eingeleitet werden – mit neuerlichen Gutachten, zum Beispiel zum Lärmschutz.

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