Finanzspritze für die Kultur: Jährlich knapp 55.000 Euro

Von: inla
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Jugendliche Schauspielerinnen des Jungen Theaters Düren mit Verantwortlichen der SWD und der Stadt. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Zwei Jahre nach ihrer Gründung hat die Kulturstiftung der Stadtwerke Düren (SWD) Erträge ausgeschüttet. Es geht um knapp 55000 Euro, die dem Kulturetat der Stadt Düren zugute kommen. Das Kapital der Stiftung beträgt 1,5 Millionen Euro.

Das Geld ist zunächst vier Jahre fest angelegt. Damit ist klar, dass es auch in den nächsten beiden Jahren eine Ausschüttung von fast 55.000 Euro geben wird.

Verwendet wird das Geld unter anderem, um zwei junge Theaterprojekte zu unterstützen: Zum einen das Ensemble „Ernas Erben“, zum anderen das „Junge Theater Düren“. Weiteres Geld würde verwendet, um in Ausstattung von Theaterräumen zu investieren, etwa in den Rittersaal von Schloss Burgau, sagte Stefan Knodel vom Dürener Kulturamt am Dienstag, als die Stadtwerke symbolisch einen Scheck übergaben. „Kultur braucht unsere Unterstützung“, sagte SWD-Geschäftsführer Heinrich Klocke, „in Zeiten strikter Sparprogramme umso mehr.“

Bürgermeister Paul Larue wies darauf hin, dass das Geld direkt in den Kulturetat fließen würde. Die Stadt unterliegt derzeit noch einem Haushaltssicherungskonzept und ist deshalb von der Bezirksregierung Köln angehalten, alle Einnahmen unmittelbar zum Haushaltsausgleich zu verwenden. Wenn Düren aber – wie geplant – 2014 einen ausgeglichenen Haushalt vorlegt, kann das Geld aus der Stadtwerke-Kulturstiftung so verteilt werden, wie es ein eigens geschaffener Beirat möchte.

Würden die Zuwendungen aus der Stiftung nicht fließen, könnten weniger Projekte umgesetzt werden, betonte der Bürgermeister. Junge Schauspieler des Freundeskreises Theater Düren berichteten am Dienstag von ihrer Arbeit. Aylin Kesdogan, 13-jährige Schülerin des Wirteltor-Gymnasiums, sagte, die habe angefangen, Theater zu spielen, um ihr Selbstbewusstsein zu stärken und vor „Menschen sprechen zu können“. Zudem gefalle ihr „natürlich die Schauspielerei an sich“.

Ihre nächsten Aufführungen hat das Junge Theater Düren unter der Leitung von Ursula Keppler am Freitag, 12. Juli, um 19 Uhr sowie Samstag und Sonntag, 13. und 14. Juli, jeweils um 17 Uhr im Rittersaal auf Schloss Burgau. Geboten werden dann „Gretchengeschichten“ nach Goethes „Urfaust“. Das „Junge Theater Düren“ ist ein Kooperationsprojekt des Jugendamtes und des „Komm“-Zentrums, sagte Sabine Wagner (Stadt Düren).

Aus den Stiftungserträgen werden zudem der Veranstaltungskalender „Spielzeit“ oder das Weltkindertagesfest gefördert, zudem weitere Druckmedien rund um die Kultur.

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