Feuerwehr räumt Schwimmhallen-Dach und beruhigt Ängstliche

Von: Margret Vallot
Letzte Aktualisierung:
wetter_neu_bu
Berge von Schnee türmten sich über Weihnachten auf dem Dürener Marktplatz und an den Straßenrändern. Foto: Margret Vallot

Düren. Heiligabend gegen Mittag war es so weit: Ein Experte des THW Hürtgenwald hatte sich die Schneelast auf dem Dach des Jesuitenhofs angeschaut und riet zur Räumung. Eine direkte Einsturzgefahr habe es zwar nicht gegeben, teilte am Sonntag Rudolf Esser, stellvertretender Leiter der Dürener Feuerwehr mit.

Aber falls es weiter schneien würde, so die Überlegung, hätte man mit dem Schlimmsten rechnen müssen. Das Hallenbad ist heute, 17 Uhr, wieder geöffnet.

Heiligabend machten sich 15 Männer der Dürener Feuerwehr und weitere 10 Männer vom THW Düren an die Arbeit. Unterstützt von einer Firma, die die Stadtwerke beauftragt hatten, wurden von 14.30 bis 17 Uhr die ersten Teilflächen geräumt. Tags drauf von 10 bis 17 Uhr war das THW ebenfalls auf dem Dach und räumte die Schrägen.

Auch andere Dächer wurden untersucht, doch die waren bis auf einige Vordächer, die die Kreis-Feuerwehr räumte, unkritisch. 21 Einsätze fuhr die Kreis-Feuerwehr an Heiligabend, tags drauf noch 12. Doch am meisten zu schaffen machten, so Feuerwehrchef Walter Weber, die massiven Anrufe von hilflosen Personen. Viel Schnee vor der Häustüre oder ein festgefahrenes Auto lassen die Leute in Panik geraten. „Die können mit der Situation nicht umgehen, die haben Angst”. Einsätze waren deshalb nicht erforderlich, so Weber. Die Männer in der Leitstelle mussten nur „beruhigend wirken”, worunter das normale Einsatzgeschehen (Eiszapfen entfernen, Rettungsdienst freischleppen) litt.

Die Dürener Kreisbahn (DKB) stellte vergangenen Donnerstag gegen 15 Uhr den Betrieb ein. An Heiligabend fuhr kein einziger Bus, und selbst am Sonntag fuhr nur die Linie 208, und zwar nur vom Kaiserplatz in Düren aus auf direktem Weg nach Nörvenich. Schneemassen an den Straßenrändern sowie daneben parkende Autos machten den Bussen den ganzen Tag über ein Durchkommen unmöglich.

Selbst nachdem der Schneefall nachgelassen hatte, sorgte das Wetter für Verkehrsunfälle. Zwischen Samstag, 6 Uhr, und Sonntag, 6 Uhr, registrierte die Polizei sechs wetterbedingte Verkehrsunfälle. Sachschaden: etwa 30.000 Euro. Beim Abbiegen in ein Grundstück im Gewerbegebiet „Im Großen Tal” am 1. Weihnachtstag gegen 23.15 Uhr verletzte sich eine Frau (28) aus Niederzier leicht. Sie war mit einem entgegen kommenden Pkw zusammengestoßen. Bei einem anderen Unfall zwischen Vettweiß und Nideggen war ein Räumfahrzeug beteiligt. Dort entstand ein Schaden von etwa 20.000 Euro.

Die Polizei teilt mit: Nicht geräumte Gehwege sowie Schneeüberhänge und Eiszapfen an Hausdächern bergen Gefahren, deren Beseitigung Aufgabe des jeweiligen Hauseigentümers ist.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert