Feuerwehr ist in einer Notlage

Von: sh
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Die Kreuzauer Wehrleitung im Kreis der beförderten Kameraden. Foto: Hubert Schiffer

Kreuzau. Die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Kreuzau im kleinen Saal der Festhalle wurde durch einen „Aufschrei” des Wehrleiters Karheinz Eismar auf den Punkt gebracht. Eismar nutzte die Versammlung, um in aller Deutlichkeit festzustellen, dass 30 Männer und Frauen in der Freiwilligen Feuerwehr fehlen.

Der Erfolgsdruck und die wirtschaftliche Lage im Land machten das Aufrechterhalten einer Freiwilligen Feuerwehr immer schwerer. Das mache sich leider auch in der Führungsspitze der Wehr bemerkbar. Es fehlten motivierte und ausgebildete Führungskräfte und „es ist keine Besserung in Sicht.”

Eismar: „Ich betone hiermit ausdrücklich, dass ich, sollten sich die personellen Voraussetzungen in der Wehrleitung nicht ändern oder eine gangbare Lösung mit der Gemeinde gefunden werden, ich mich außer Stande sehe, das Amt des Wehrleiters langfristig weiter zu führen. Ich werde dann nicht für eine weitere Amtszeit als Wehrleiter zur Verfügung stehen und zum 1. Mai 2012 mein Amt zur Verfügung stellen.”

Verwaltung soll helfen

Vorher hatte der Wehrleiter praktisch die „Vertrauensfrage” gestellt. Sollten er oder seine Ansprüche das Problem für die fehlenden Meldungen sein, „so bitte ich um Gespräche mit der Verwaltung, um Lösungen zu finden”. Derzeit, so der Wehrleiter, gehe er davon aus, dass sein Weg und die Art und Weise, wie er arbeite, der richtige Weg seien.

Karlheinz Eismar forderte die Verwaltung auf, ihn bei der Suche nach neuen Stellvertretern zu unterstützen und die dafür notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Aufgrund der guten Zusammenarbeit in den letzten Jahren seien es drei Zugführer, die ihn derzeit vertreten. Aber leider sehe das Feuerschutzgesetz nur zwei Vertreter vor.

Der Kreuzauer Wehrleiter wurde in seinen Ausführungen durch den Bericht des Gemeindejugendfeuerwehrwartes unterstützt. Peter Helfmeyer bezeichnete die Jugendfeuerwehr als ein Zusatzgeschäft. Er wies darauf hin, dass derzeit bereits in der Löschgruppe zusammen mit der Jugendfeuerwehr Übungen durchgeführt werden. Den Herausforderungen der Zukunft könne man sich nur so stellen.

Eine der großen Herausforderungen für die Zukunft sei das Verständnis der Arbeitgeber für die Arbeit der Feuerwehr. Bereits heute sei es schwer, beim Alarm eine gut besetzte Mannschaftsstärke zusammen zu bekommen. Es müssten mehr Stellen in den Kommunen geschaffen werden.

Mit der Bildung eines runden Tisches von Verwaltung, Feuerwehr und Arbeitgebern könne vielleicht eine Möglichkeit entstehen, um alle Beteiligten für dieses Thema zu sensibilisieren. Allein aus dem Munde der Feuerwehr kommend, werde dieses Thema keiner so richtig ernst nehmen.

Auch, so betonte der Jugendwehrwart, müsse darauf geachtet werden, dass das Ehrenamt nicht überstrapaziert werde. Mit weniger Personal würden für jeden die Aufwendungen noch intensiver, „und jeder einzelne muss noch mehr Stunden leisten”.

Die Jugendfeuerwehr Kreuzau besteht derzeit aus vier Gruppen mit insgesamt 60 Mitgliedern.
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