Fertigstellung der neuen Flüchtlingsunterkunft läuft auf Hochtouren

Von: Jörg Abels
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An der Brüsseler Straße läuft der Ausbau der modularen Flüchtlingsunterkunft auf Hochtouren. Die zehn Wohnungen sollen im Dezember bezugsfertig sein. Die Fertigstellung der Unterkunft in Lendersdorf ist für Mitte Januar geplant. Foto: Abels
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Dürens Gebäudemanager Helmut Harperscheidt, sein Mitarbeiter Mirko Schoeps und Projektleiter Uwe Schlink von der Herstellerfirma Alho (v.r.) sprechen von einer hochwertigen Bauweise mit variabler Nutzung. Foto: Abels

Düren/Lendersdorf. Außendämmung- und -anstrich sind fertig, im Inneren ist der Estrich aufgebracht. In den Bädern und Küchen werden die letzten, im Werk noch nicht vorinstallierten Fließen angebracht, in den ersten Wohnungen bereits die Heizkörper montiert.

Vier Wochen nach der Anlieferung und Montage der 22 Einzelmodule läuft die Fertigstellung der neuen Flüchtlingsunterkunft an der Brüsseler Straße gegenüber der Feuerwehr-Hauptwache auf Hochtouren. Alle Versorgungsleitungen für Strom, Wasser und Heizung wurden bereits im Werk installiert.

„Mitte/Ende Dezember werden die Wohnungen bezugsfertig sein“, ist der städtische Gebäudemanager Helmut Harperscheidt überzeugt, eventuell sogar etwas früher, kündigt Projektleiter Uwe Schlink vom Hersteller Alho Systembau an, der sich seit Jahren auf die Herstellung von modularen Wohn- und Bürolösungen spezialisiert hat. Für jeweils 1,47 Millionen Euro entstehen an der Brüsseler Straße – und baugleich derzeit etwa drei Wochen zeitversetzt auch an der Wolfsgasse in Lendersdorf (Inbetriebnahme Mitte Januar) – jeweils zehn Wohnungen mit einer Grundfläche von 63 Quadratmetern.

„Drei Zimmer, Küche, Diele, Bad“, erklärt Harperscheidt, mit einem zentralen Wasch- und Trockenraum sowie einem Gemeinschaftsraum, der auch von einem Hausmeister oder Sozialarbeiter genutzt werden könnte. „Die Qualität der Modulwohnungen ist absolut vergleichbar mit einem konventionellen Hausbau“, versichert der Gebäudemanager mit Blick zum Beispiel auf die Konstruktion und die Standards bei der Wärmedämmung. „Ich rechne mit einer Haltbarkeit von bestimmt 80 Jahren.“

Da ist es von Vorteil, dass die modulare Bauweise mit separaten Eingängen und Stromzählern in jeder Wohnung verschiedene Nutzungen erlaubt. In Lendersdorf sollen 60 der Stadt zugewiesene Flüchtlinge untergebracht werden. Ob die zehn Wohnungen an der Brüsseler Straße – wie zwischenzeitlich einmal überlegt – über den Dürener Bauverein an bereits anerkannte Flüchtlingsfamilien vermietet werden können, die es auf dem freien Markt immer schwerer haben, eine geeignete Wohnung zu finden, ist derzeit noch unklar.

Wie Helmut Harperscheidt betont, hänge das maßgeblich von der Zahl der Flüchtlinge ab, die der Stadt Düren in Zukunft vom Land NRW zugewiesen werden. Und diese Zahl könnte sich von derzeit gut 20 im Monat mehr als verdoppeln, sollte das Land Erstaufnahmeeinrichtungen wie die in der ehemaligen Kaserne Gürzenich-Wald nicht mehr wie bisher komplett auf das kommunale Kontingent anrechnen, was derzeit heftig diskutiert werde.

Zur Flüchtlingsunterkunft an der Brüsseler Straße gehört auch ein Außengelände. Zur Euskirchener Straße hin wird noch eine Rasen- und Spielfläche mit Bänken angelegt, die von allen Hausbewohnern genutzt werden kann, erklärt Mirko Schoeps, Projektleiter aufseiten des Gebäudemanagements. Auch zehn Parkplätze werden noch angelegt. Das gesamte Areal soll eingezäunt werden, eventuell noch mit einer Öffnung hin zum angrenzenden Biff-Park.

Die Firma Alho hat in Köln bereits mehr als 20 vergleichbare Unterkünfte erstellt, die von den Bewohnern sehr gut angenommen würden, berichtet Uwe Schlink. Von Konflikten oder gar Vandalismus sei ihm aus der Domstadt nichts bekannt. Dank der abgeschlossenen Wohnungen würden kaum Spannungen auftreten, weil sich die Bewohner in die eigenen vier Wände zurückziehen könnten.

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