Feriendorf-Projekt: Im September geht es in die Höhe

Von: Margret Vallot
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Traumhaft schön, im Hang gelegen: Das Gelände für das neue Feriendorf in Schwammenauel ist jetzt erschlossen, im September sollen die Bauarbeiten für die Fachwerkhäuser in der Grafik begionnen.

Heimbach. Wie die Straßen im neuen Feriendorf in Schwammenauel einmal verlaufen werden, das ist jetzt schon gut zu erkennen. Ein neues „Dorf” soll bei Heimbach entstehen. Genauer: Eine luxuriöse Ferienanlage mit 96 Villen und 84 Appartements.

Das niederländische Unternehmen Dormio wirbt seit gut zwei Jahren für das Projekt „Resort Eifeltor” und teilte auf „DN”-Nachfrage mit, fast 50 Prozent aller Wohnungen und Häuser seien verkauft.

Die Eifeler sind ein eigener Menschenschlag. Neuerungen beobachten sie mit Misstrauen. So glaubt auch in Heimbach noch lange nicht jeder an den Erfolg des Feriendorfes. Wer sich einmal abends zu der Baustelle begibt, wird auf Radfahrer und Spaziergänger treffen, die im Gespräch ihre Zweifel äußern: Das Feriendorf passe nicht zum Nationalpark, es gebe nicht genug Parkplätze, Ex-Regierungspräsident Jürgen Roters habe das Projekt seinerzeit korrekt aus Naturschutzgründen abgelehnt, es könnten nie im Leben genug Wohnungen verkauft werden, am Ende würden nur Bauruinen bleiben, Investoren könne man nach der Bankenkrise schon gar nicht mehr vertrauen und, und, und.

Fragt man bei Bürgermeister Bert Züll nach oder auch beim Investor, so bleibt von allen Zweifeln tatsächlich wenig übrig. Züll steht, wie er selber sagt, in Kontakt mit dem Investor und weiß: „Die Arbeiten sind voll im Terminplan.” Von einer Fertigstellung im Frühjahr 2012 könne ausgegangen werden. Ein beobachteter Stopp bei den Arbeiten auf dem Gelände habe damit zu tun, dass der Bauunternehmer jetzt, wie geplant, Subunternehmer ins Boot hole. „Das dauert eben”.

Rick de Bruijn, der bei Dormio die Projektleitung übernommen hat, rechnet damit, „dass im September mit den Hochbauarbeiten begonnen wird”. Bisher seien Baustraßen angelegt worden, die schon den Verlauf der später ausgebauten Straßen zeigen, außerdem sei die Kanalisation gelegt worden. Einen Anschluss an die öffentliche Kanalisation gebe es aber noch nicht.

Über die Zusammenarbeit mit den deutschen Behörden weiß der Niederländer nur Gutes zu sagen. Alle Genehmigungen seien pünktlich erteilt worden und es sei spürbar, „dass alle ein Interesse daran haben, dass das Projekt auch wirklich gelingt”. Deutschland und die Eifel bleiben trotz Krise als Urlaubsregion beliebt, ließ Dormio-Chef Don van Schaik die Presse noch kürzlich wissen. In Heimbach werde zunächst das Zentrum der Anlage gebaut. Dann werden von oben ins Heimbachtal hinein die Häuser (mit Fachwerk-Silhouette) gebaut.
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