Inden/Altdorf - Feinstaub-Messungen ab 2011 auch in Schophoven

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Feinstaub-Messungen ab 2011 auch in Schophoven

Von: hfs
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Inden/Altdorf. Eine Umsetzung der für ein Jahr lang in Lamersdorf betriebenen Feinstaub-Messstation in einen anderen, weiter südlich oder östlich gelegen Ortsteil macht fachlich wenig Sinn. Diese Auffassung vertritt Dr. Klaus Vogt als Leiter des Luftqualitätsmessnetz des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) in NRW.

Damit reagierte er auf ein Schreiben des Landtagsabgeordneten Josef Wirtz (CDU). Dem vorangegangen war die Bitte der Indener Verwaltung, dass die abgebaute Messstation nach Lucherberg verlagert werden soll. Was in Augen des LANUV nicht erfolgsversprechend wäre. Denn mit zunehmendem Abstand zu den technischen Einrichtungen des Tagebaus Inden wäre mit einer noch geringeren Luftqualitätsbelastung zu rechnen.

So wurde bei der einjährigen Messung in Lamersdorf der kritische Wert nur 19 Mal überschritten. Wäre dies 35 Mal oder noch öfter passiert, hätte der Bergbautreibende Gegenmaßnahmen ergreifen müssen. Da Wirtz nach eigenem Bekunden in letzter Zeit vermehrt Anfragen besorgter Bürger aus den Jülicher Stadtteilen Selgersdorf und Altenburg sowie Inden-Schophoven erreichten, regte er nun an - im Konsens mit den Bürgermeistern Ulrich Schuster (Inden) sowie Heinrich Stommel aus Jülich - die Messstation ab 2011 für ein ganzes Jahr im Bereich Schophoven aufzubauen.

Denn die Bewohner befürchten eine zu hohe Feinstaubbelastung, ausgelöst durch die Ausbreitung des Braunkohletagebaus in die Nähe dieser Ortschaften. „Ich habe ihren Antrag auf weitere Messungen, vorzugsweise im Bereich Schophoven deshalb bereits in unserer Messplanung 2011 vorgemerkt”, teilte Vogt schriftlich mit. „Denn immer dann, wenn Ostwind herrscht, ist die Belastung am größten”, meinte Wirtz, der die Messungen in Schophoven oder Standort Ruraue am effektivsten hält.

Das Landesamt räumt seit Jahren im Rahmen seiner technischen und personellen Ressourcen der Überwachung der Luftqualität im Rheinischen Braunkohlerevier eine hohe Priorität ein. So betont Vogt, dass man immer bemüht sei, „den Sorgen der anwohnenden Bevölkerung am Tagebau durch regelmäßige und fachlich fundierte Messungen Rechnung zu tragen”.
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