Düren - FDP-Fraktionschefin lässt sich zu keiner Koalitionsaussage drängen

FDP-Fraktionschefin lässt sich zu keiner Koalitionsaussage drängen

Von: Ingo Latotzki
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„Die absolute CDU-Mehrheit brechen.” FDP-Politikerin Brigitte Capune-Kitka in ihrem heimischen Garten. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Nein, nein, das macht sie nicht. So weit wird man sie nicht kriegen, keine Chance. Brigitte Capune-Kitka wird hier und jetzt nicht offiziell verkünden, dass sie eine Koalition mit der CDU eingeht. „Die FDP hält sich nur an ihre Themen gebunden”, sagt die FDP-Frau und lächelt dabei.

Einen Moment wartet sie, um dem Nachklang ihrer Worte zu lauschen. Dann sagt sie: „Genauso gut könnten wir mit der SPD zusammenarbeiten, worauf es ankommt, das sind die gemeinsamen Schnittmengen.”

Damit wäre das schon mal klar. Dürens Liberale verstehen sich als freie Geister. Sie haben ihre eigenen Vorstellungen, eigene Pläne, eigene Ziele. Klar. Ein Ziel lautet: die Zahl der Mandate erhöhen. Derzeit sitzt Brigitte Capune-Kitka mit Paskal Laskaris im Stadtrat, „schön wäre es, wenn noch ein, zwei Mandate dazukommen”, saht Capune, Kitka, 56, und ist gleich bei ihrem nächsten Ziel. die absolute Mehrheit der CDU brechen. Dass das gelingt, ist für sie keine Frage, da ist die FDP-Fraktionschefin ganz Politikerin: keine falsche Bescheidenheit, statt dessen selbstbewusst, pragmatisch. Die Frage, welche drei Wünsche sie für Düren hat, lässt sie nicht lange unbeantwortet. Erstens:; Den Haushalt, also die Finanzen, so gestalten, dass „man wieder gestalten kann”.

Zweitens: Die Wirtschaftsförderung so stärken, dass mehr Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt entstehen, und drittens: Schulen technisch und personell so ausstatten, dass „Schüler eine gute Bildung erhalten”. Aber nicht nur das. Gute Bildung ist gleichzusetzen mit guter Integration, mit wirklicher Integration. „Das funktioniert nur über Bildung”, sagt Capune-Kitka, die, wenn sie nicht gerade Politik macht, als Lehrerin in Eschweiler arbeitet.

Die Birkesdorferin ist schon lange im Geschäft, vor fünf Jahren, bei der letzten Wahl kandidierte sie auch, damals offiziell auch für das Bürgermeisteramt. Das macht sie jetzt nicht. Sie weiß, dass sie nur „geringe Chancen” hätte, überdies stelle die FDP „das Team in den Vordergrund”. In diesem Sinn wollen die Liberalen auch den Wahlkampf angehen. Samstags in der City sollen FDP-Ideen unters Volk gebracht werden, „in Gesprächen mit den Bürgern”. Da erfahre man oft, was den Leuten wirklich auf der Seele läge, sagt Capune-Kitka. Weniger bei Hausbesuchen. Deshalb macht sie die auch nicht, allein schon, weil sie es selbst als lästig empfindet, wenn Politiker an ihrer Haustür klopfen. „Man sollte sich nicht aufdrängen”, sagt sie.

Irgendwie ist sie damit wieder beim Thema Koalition gelandet. Aufdrängen. Nein, nicht mit der FDP. Keinen Freifahrtschein für niemanden. Und wieder fällt dieses schöne Wort: Schnittmenge. Die müsse stimmen, dann ginge es wie gesagt auch mit der SPD. Theoretisch. Doch bei der „sehe ich momentan zu wenig Ansätze, Politik wirklich gestalten zu wollen”, sagt Brigitte Capune-Kitka.

Also, keine Festlegung, in keine Richtung, „ich mache Politik”, sagt sie, „weil ich mich für die Stadt verantwortlich fühle. Ich bin von Herzen Dürenerin.”
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