Düren - Familien können in Düren günstig wohnen

Familien können in Düren günstig wohnen

Von: Burkhard Giesen
Letzte Aktualisierung:
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Allein der Gemeinnützige Bauverein Düren verfügt über rund 1300 Wohnungen – wie hier in der Wenzel-Hollar-Straße.\ Foto: Ingo Latotzki

Düren. Haben einkommenschwache Familien in Düren eine Chance, bezahlbaren Wohnraum zu finden? Ja, befindet eine am Montag vorgestellte Bertelsmann-Studie, die bundesweit in 100 Städten das Armutsrisiko untersucht hat. Christian Sanfleber, Leiter des Dürener Sozialamtes, muss es wissen:

 „Der Wohnungsmarkt in Düren ist noch relativ entspannt. Die Mieten liegen eher noch im günstigen Bereich.“ Genau zu diesem Ergebnis kommt auch die Studie der Bertelsmann-Stiftung.

Die Modellrechnung für Düren: Von einem Familieneinkommen von 1782 Euro („Armutsschwelle“) gehen 375 Euro für „familiengeeignetes Wohnen im unteren Preissegment“ ab. Übrig bleiben 1407 Euro und damit ein Budget, das 20 Prozent über der Grundsicherung liegt, auf die eine vergleichbare Familie ohne Erwerbseinkommen Anspruch hat. Zum Vergleich: In Aachen bleibt ein Budget von 929 Euro übrig, 21 Prozent unter der Grundsicherung.

Besser als Düren schneiden in NRW von den von der Größe her vergleichbaren Städten nur Iserlohn und Lünen ab. Dass Düren in diesem Regionalvergleich gut dasteht, hat noch einen anderen Grund: In Düren gibt es deutlich mehr geeignete Wohnungen für Familien als in anderen Großstädten. Liegt der Durchschnitt bei den untersuchten Städten bei 43 Prozent, sind es in Düren 61 Prozent aller Wohnungen. Davon sind 52 Prozent auch für Durchschnittsverdiener finanzierbar und 26 Prozent noch für Einkommensarme. Hier liegt der Schnitt bei zwölf Prozent.

Gute Zahlen, die aber nur einen Teil der Realität widerspiegeln. Trotz „relativ entspanntem Wohnungsmarkt“ gibt es laut Christian Sanfleber insbesondere für Ein- bis Zwei-Personenhaushalte nur wenig bezahlbare Wohnungen. Das sieht Dagmar Runge vom Gemeinnützigen Dürener Bauverein ähnlich. Sie verwaltet knapp 3000 Wohnungen, inklusive der der Wohnungsbaugenossenschaft. „Unsere Leerstände liegen bei etwa einem Prozent“, sagt sie, während die Nachfrage deutlich steigt.

So drängen immer mehr Mieter aus dem Bereich der Rütger-von-Scheven-Straße, wo die Mieten gestiegen sind, in den Grüngürtel, wo der Bauverein trotz Sanierungsmaßnahmen noch günstige Mieten halten kann. Knapp über vier Euro je Quadratmeter zahlt man dort. Runge: „Wir bräuchten noch viel mehr günstigen Wohnraum, den wir anbieten könnten.“

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