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Fährt der Innovationszug an Düren vorbei?

Von: bugi
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Oliver Krischer (links) und Dietmar Nietan kritisieren, dass Kreis und Stadt keine Strategien für die Zeit nach dem Tagebau entwickeln. \ Foto: Burkhard Giesen

Kreis Düren. „Das Ruhrgebiet kennt jeder. Aber wie definiert sich eigentlich das Rheinische Revier?“ Wenn Dürens Bundestagsabgeordneter Oliver Krischer (Bündnis 90/Die Grünen) diese Frage formuliert, steckt dahinter eher ein Vorwurf. Krischer und sein SPD-Kollege Dietmar Nietan vermissen sowohl beim Kreis als auch bei der Stadt Düren selbst Ideen, wie man sich für die Zeit fit machen kann, wenn der Tagebau ausläuft.

Um auf den Strukturwandel vorbereitet zu sein, wurde eigens das Gremium Innovationsregion Rheinisches Revier ins Leben gerufen. Nietan: „Man muss sich frühzeitig gut aufstellen, wenn man mit Projekten dabei sein will.“ Genau das geschehe aber nicht. „Wenn wir keine Ideen entwickeln, keine strategischen Interessen formulieren“, sagt Nietan weiter, „dann bleiben wir Zuschauer.“ Dabei könne man gerade bei Themenfeldern wie der Energie oder dem innovativen Flächenmanagement punkten. Gerade bei letzterem halten Nietan und Krischer Stadt und Kreis Versagen vor.

Deutlich werde dies ihrer Meinung nach am Beispiel Güterterminal: „Einer hat den Stein ins Wasser geworfen und dann ist nichts mehr passiert“, klagt Nietan, der dies als Beispiel dafür verstanden wissen will, wie wenig abgestimmt im Kreis gehandelt werde. Oliver Krischer formuliert es ähnlich: „Mann kann nicht ein Projekt in die Welt setzen und wenn es dann konkret wird, nicht mehr anwesend sein.“

Eine strategische Vorgehensweise kann Nietan jedenfalls nicht erkennen: „Die Entwicklung innerhalb der Innovationsregion Rheinisches Revier hat längst Fahrt aufgenommen. Es gibt Landräte und Bürgermeister, die konkrete Vorstellungen einbringen.“ Die, so Nietan weiter, kämen allerdings eben nicht aus Düren. „Es gibt den Zug Innovationsregion. Die Frage ist jetzt, wo springen wir auf. Ich habe die Angst, dass wir von dem Zug irgendwann nur die roten Rücklichter sehen.“

Dabei könnte gerade unsere Region punkten, meint Krischer: „Wir waren immer eine Energieerzeugungsregion, das sollte auch in Zukunft so sein. Es gibt hier sehr konzentriert eine Forschungslandschaft im Energiebereich, die man so nirgends in Deutschland findet.“ Dietmar Nietan: „Es gibt zum Beispiel die Idee, neben dem Jülicher Solarturm einen Energiecampus zu realisieren, wo das Solarinstitut, die FH und das Forschungszentrum in Schwerpunktzentren weiter forschen könnten, um so auch weitere Unternehmen anzusiedeln.“

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