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„Extreme Man Düren“: Ideale Bedingungen, gute Atmosphäre

Von: Sandra Kinkel
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Massenstart: Bei 18 Grad Wassertemperatur starten 319 Sportler den ersten Triathlon am Dürener Badesee. Foto: Sandra Kinkel
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Tolle Zeit: Der Dürener Thomas Meßner absolviert den Triathlon in 5 Stunden und 16 Minuten. Und freut sich jetzt auf den „Iron Man“. Foto: Sandra Kinkel

Düren. Thomas Meßner ist zufrieden. Es ist 13.16 Uhr, und der 41-jährige Dürener hat gerade das Ziel passiert. In fünf Stunden und 16 Minuten hat Meßner den „Extreme Man Düren“, den ersten Triathlon rund um den Badesee absolviert.

Das sind zwar rund 80 Minuten mehr, als der Gewinner Frederik van Lierde für die Strecke gebraucht hat, aber immerhin eine Viertelstunde weniger, als Thomas Meßner sich für die Strecke vorgenommen hatte. „Es war schön, einen Wettkampf auf bekannten Strecken zu absolvieren“, sagt Meßner, der sechs Mal die Woche trainiert und am liebsten im Badesee schwimmt. „Es war schön, aber sehr anstrengend.“ Anstrengend auch deshalb, weil die Radstrecke durch die Eifel ziemlich anspruchsvoll war. „Wir sind bewusst in die Eifel gegangen“, so Veranstalter Harald Gehring. „Es gibt Wettkämpfe mit ganz flachen Radstrecken und eben solche mit Steigungen. Die Vorlieben der Sportler sind da sehr unterschiedlich.“

384 Einzelstarter (31 Frauen) hatten sich für den Dürener Triathlon angemeldet, 319 sind tatsächlich Sonntagmorgen bei einem Massenstart in den Badesee gerannt. Sieben Athleten kommen aus dem Kreis Düren. Und immerhin 296 Sportler haben nach 1,9 Kilometern Schwimmen, 90 Kilometern Radfahren und knapp 22 Kilometern Laufen das Ziel erreicht. „Die Bedingungen hier in Düren waren hervorragend“, so Harald Gehring. „Natürlich gibt es nach einer Premiere immer noch Dinge zu verbessern, aber grundsätzlich sind wir zufrieden.“ Es gäbe, sagt Gehring, kaum einen Triathlon-Ort, bei dem Parken, Wettkampforte und Wechselzonen so kompakt, so eng beieinander liegen würden. „Das ist am Badesee einmalig. Auch die Atmosphäre war gut. Wir wollen im nächsten Jahr wiederkommen.“

Auch Thomas Meßner sagt, dass der erste Dürener Triathlon noch „Kinderkrankheiten“ hatte. „Das ist aber normal. Und die kann man ja ausmerzen. Die Gefahrenpunkte auf den Strecken müssen beispielsweise besser gekennzeichnet werden. Aber das sind wirklich Kleinigkeiten.“ Meßner ist überzeugt, dass sich der Dürener Triathlon etablieren wird. „Den wird es in fünf Jahren noch geben. Aber dann mit mehr Teilnehmern.“ Harald Gehring ist mit seiner Anmeldezahl zufrieden. „300 Starter war für die Premiere unser Ziel. Das haben wir übertroffen.“

Der Tag hat für die Sportler früh begonnen. Thomas Meßner war schon vor sieben Uhr am Badesee, um sich optimal vorzubereiten, genau wie übrigens die meisten anderen Sportler, die aus ganz Europa angereist waren. Meßner: „Zum Frühstück gab es Weißbrot und Marmelade, also richtig viel Zucker, der sonst verpönt ist. Aber an Wettkampftagen muss das sein.“ Nervös war Meßner eine Stunde vor dem Start noch nicht. „Das kommt erst später.“

Gegen halb acht gehen die Sportler zum ersten Mal ins Wasser, um sich mit den 18 Grad Wassertemperatur anzufreunden. Um Punkt acht beginnt der Triathlon und schnell „erschwimmt“ sich der amtierende Weltmeister und spätere Gewinner, Frederik van Lierde, einen deutlichen Vorsprung. „Das ist Wahnsinn“, sagt Thomas Meßner. „Der schwimmt die Strecke in weniger als 20 Minuten. Wir brauchen etwa doppelt so lange.“

Übrigens waren beim „Extreme Man Düren“ auch zwölf Staffeln à drei Sportler am Start. Harald Gehring: „Für jede Disziplin ein Athlet.“ Beste Dürener Staffel war das „Team Kufferath“, das sich über einen Pokal des Stadtsportbandes freuen konnte. Und dessen Vorsitzender Peter Borsdorff hatte auch allen Grund zur Freude. Nicht nur, dass er am Sonntag mit seiner Sammelbüchse unterwegs war, die Aachener Staffel „Albertus Magnus“ startete für Borsdorffs Hilfsaktion.

Und Thomas Meßner? Der freut sich auf seinen nächsten Wettkampf in 14 Tagen in Kraichgau. Und den „Iron Man“ im bayerischen Roth am 20. Juli. Dann gilt es, nicht „nur“ die Mittelstrecke zu absolvieren wie in Düren, sondern etwa doppelt so viele Kilometer. Hier muss Meßner 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen. In einer hoffentlich vergleichsweise guten Zeit wie in Düren.

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