Nideggen - Experte für Sicherheitstechnik informiert über „Amokalarm”

Experte für Sicherheitstechnik informiert über „Amokalarm”

Von: bugi
Letzte Aktualisierung:

Nideggen. Die Vorstellung allein reicht, um zu erschauern: Was kann man als Kommune tun, um sich vor einem Amoklauf an Schulen zu schützen? Dieser Frage gingen am Dienstag bei einem Ortstermin in Nideggens Schulzentrum die Mitglieder des Ausschusses für Bildung, Soziales und Sport nach. Haupt-, Real- und Grundschule sind in mehreren Gebäuden am Standort in der Konrad-Adenauer-Straße untergebracht, 850 Schüler gehen dort jeden Tag zur Schule.

Um ihre Sicherheit und die der Lehrer geht es. Die Vorschläge, die Sascha Sieberichs von einem Unternehmen, das sich auf Sicherheitstechnik spezialisiert hat, erscheinen auf den ersten Blick recht simpel: mit so genannten Tastendrückern, wie man sie auch für die Feueralarmierung kennt, können bei einem Amoklauf Schüler und Lehrer gewarnt werden.

Automatische Durchsage

Ist die Taste gedrückt, wird automatisch eine Textdurchsage über Lautsprecher in jeden Raum übertragen, gleichzeitig die Polizei alarmiert.

Sieberichs: „Das ist ein sehr sicheres Verfahren. In der Stadt Aachen wurde dies an jeder Schule eingerichtet. Der Drücker befindet sich in einem durchgängig besetzten Sekretariat. Dort hat man zusätzlich ein rotes Telefon installiert, über das die Schule jederzeit für die Polizei erreichbar ist.”

In Schulen, in denen nicht in jedem Raum ein Lautsprecher installiert ist - davon gibt es in Nideggen zwei - kann statt einer Textdurchsage auch ein Alarmläuten erklingen.

Knauf statt Klinke

Und noch einen simplen Kniff hatte Sieberichs parat, der im Fall des Falles das Vordringen eines Amokläufers in einzelne Klassenzimmer helfe zu verhindern: Den Austausch der Klinken an den Türen. Sie sollten einfach durch einen Knauf ersetzt werden, so dass eine Klassentür nur mit einem Schlüssel von außen zu öffnen ist.

Genau das will man in Nideggen nun in Angriff nehmen, verbunden mit den Tastendrückern. Die genauen Kosten für die Umrüstung müssen noch ermittelt werden. Der Ausschuss hat allerdings einmütig empfohlen, die Kosten hierfür noch im Haushalt für dieses Jahr anzusetzen.
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