Düren - Evivo will gegen Berlin Vollgas geben

CHIO-Header

Evivo will gegen Berlin Vollgas geben

Von: Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:
6467753.jpg
Wollen gegen den Deutschen Meister Vollgas geben: Zuspieler Ciaran McGovern, Mannschaftskapitän und Mittelblocker Jaromir Zachrich und Außenangreifer Steve Hunt (von links). Foto: Guido Jansen

Düren. Die Generalprobe haben die Volleyballer von Evivo Düren verloren: 2:3 unterlagen die Erstligaspieler unterhalb der Woche gegen das belgische Spitzenteam aus Lennik. Dieses vertrat in der vergangenen Saison seinen Verband in der Champions League, darf aktuell in CEV-Cup antreten. „Wir haben also nicht gegen irgendwen verloren“, stellte Dürens Coach Michael Mücke fest.

Vor dem Heimspiel am Sonntag um 18 Uhr gegen den Deutschen Meister Berlin Recycling Volleys tut den Dürenern die Niederlage nicht weh. In der Tat ging es in der Testpartie eher darum, nach den Verletzungsproblemen der vergangenen Wochen, die ein ordentliches Training kaum möglich machten, und der anderthalbwöchigen Spielpause in der Liga den Aktiven wieder Matchpraxis zu geben.

Dies betraf besonders Evan Barry und Sebastian Gevert. Der Zuspieler ist nach seiner Fußoperation wieder vollkommen genesen und bestand den Härtetest gegen die Belgier zur Zufriedenheit seines Trainers. Spielpraxis erhielt auch Sebastian Gevert.

Mit Trainingsrückstand war er nach seinem sechsmonatigen Aufenthalt bei der chilenischen Nationalmannschaft kurz vor Saisonbeginn zurückgekehrt. Und weil sich dann auch noch beide Zuspieler verletzten, konnte Gevert kaum an der Feinabstimmung mit seinen Spielmachern arbeiten. So kam der Anruf aus Belgien, mit der Bitte ein Testspiel auszutragen, in dieser Woche dem Dürener Coach gerade recht.

Ausnahmespieler

Am Sonntag erwartet Düren in der Arena ein ganz anderes Kaliber als zum Saisonauftakt Aufsteiger Bottrop: Der Deutsche Meister Berlin Recycling Volleys gibt sich spielplanmäßig die Ehre. Die Berliner zeichnet seit zwei Spielzeiten eine besondere Konstanz aus: Der Kader bleibt im Prinzip zusammen, wird nur verstärkt.

Trainer Mark Lebedew, einer der Ruhigen der Szene, muss also nicht immer ein neues Team aufbauen. Diese eingespielte Formation weist nicht nur mannschaftliche Geschlossenheit auf, sondern verfügt auch über Ausnahmespieler. Beispielsweise mit Robert Kromm auf der Außenposition und Paul Caroll auf der des Diagonalangreifers. Die Hauptstädter, davon ist also auszugehen, werden Düren auch mit ihrem Angriff unter Druck setzen.

Deshalb sagt Michael Mücke: „Wenn wir da nicht unser bestes Volleyball spielen, dann haben wir keine Chance.“ Will sagen: Der Block ist gefordert, aber noch mehr das Zusammenspiel zwischen Block und Feldabwehr. Denn Robert Kromm beispielsweise überspringt mal locker die erhobenen Arme auf der anderen Netzseite, so dass die Feldabwehr auf jeden Fall gefordert ist.

Aber obwohl der aktuell das Maß der Dinge in der deutschen Volleyballszene ist, haben die Dürener keinen Bammel vor dem Primus: „Wir haben seit einer Woche wieder komplett trainieren können und haben deshalb sehr ordentliche Fortschritte gemacht“, stellt Michael Mücke fest.

Der Trainer geht auch davon aus, dass sein Team wieder alle seine emotionalen Tugenden in die Waagschale werfen wird: „Wir sind hoch motiviert, wir haben keinen Druck und wir werden versuchen, den Meister in Bedrängnis zu bringen.“ Düren verspürt keinen Druck, sagt der Coach: „Und deshalb können wir einfach Vollgas geben.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert