Evivo Düren im Pokalhalbfinale: Der Block macht den Unterschied

Von: Franz Sistemich
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Kraftvoll schmetterte Georg Klein den Ball in das Feld von Generali Haching. Zum Sieg im Pokalhalbfinale reichte es aber für den Dürener Mittelblocker und seine Mannschaft nicht.

Düren. Generali Haching fährt zum fünften Mal in Folge zum Pokalfinale nach Halle in Westfalen. Das bedeutet weiter: Evivo Düren bleibt die dritte Teilnahme an diesem Volleyball-Spektakel im Gerry-Weber-Stadion verwehrt. Denn am Samstagabend unterlagen die Rheinländer vor den Toren Münchens im Halbfinale 0:3 (19:25, 21:25, 22:25).

Und so sagte Michael Mücke, der Trainer von Evivo: „Wir müssen neidlos anerkennen, dass Haching einfach besser war, obwohl wir sehr gut gespielt haben.“

Beim Blick auf die statischen Daten fällt auf, dass Düren in einigen Elementen durchaus bessere Werte aufweist als die Hausherren. Beispielsweise stand die Annahme der Rheinländer besser als die der Vorortler von München. Beispielsweise waren die Prozentwerte von Dürens Diagonalangreifer Sebastian Gevert im direkten Vergleich mit Christian Dünnes auf der anderen Netzseite besser. Aber zwei Zahlen verdeutlichen den Unterschied zwischen beiden Mannschaften mehr als alle anderen: Evivo Düren gelangen in den drei Sätzen nur fünf Blockpunkte, den Gastgebern dagegen 14.

„Was die Hachinger im Block zu bieten hatten, war einfach zu stark für uns“, befand Mücke. Beispielsweise im zweiten Satz. Da führte Düren 14:11 und 20:17, hatte sich auch vom zwischenzeitlichen Ausgleich zum 17:17 nicht einschüchtern lassen. Doch nach der erneuten Dürener Führung mit drei Punkten Vorsprung nahm Hachings Coach Michai Paduretu eine Auszeit. Die zeigte Wirkung. Evivo ging zwar noch einmal in Front (21:20), weil Haching einen Aufschlag ins Netz setzte, doch Hachings Blockspieler besaßen die Lufthoheit am Netz. Speziell Dünnes packte zweimal als Einer-Block zu. Statt 1:1 stand es 0:2.

Im dritten Satz brach Evivo nun nicht ein, sondern wehrte sich weiter. Aber: Auch in diesem Abschnitt zeigte sich die individuelle Klasse der Gastgeber. Außenangreifer Jan-Willem Snippe packte wie schon in den Sätzen zuvor seine gefährlichen Aufschläge aus und setzte Düren erfolgreich unter Druck.

„Wir haben alles versucht, haben, weil wir Risiko gegangen sind, im dritten Abschnitt mit unseren Aufschlägen einige Fehler zu viel gemacht. So sind wir halt ausgeschieden“, resümierte Mücke.

Am Mittwoch beginnt wieder das Mannschaftstraining, am Samstag bestreitet Evivo im niederländischen Nijmwegen ein Testspiel gegen Zwolle. „So bleiben wir im Rhythmus“, sagte Mücke. Das nächste Meisterschaftsspiel findet am 12. Januar bei Aufsteiger VC Dresden statt.

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