Radarfallen Blitzen Freisteller

Evivo: 100 Prozent geben gegen den Favoriten

Von: Von Lukas Weinberger
Letzte Aktualisierung:
4904922.jpg
Der Evivo-Block muss heute in der Kreis-Arena über sich hinaus wachsen, um dem Favoriten aus Haching Paroli zu bieten. Foto: Guido Jansen

Düren. Die Ziellinie ist nah. Nur noch vier Spiele muss Volleyball-Bundesligist Evivo Düren in der Hauptrunde absolvieren. Doch der Endspurt um die Plätze, die zur direkten Qualifikation für die Playoffs berechtigen, wurde gerade erst richtig angezogen.

Evivo ist derzeit Vierter – eine scheinbar komfortable Ausgangsposition. Jedoch nur scheinbar: Denn sicher ist den Dürenern Rang 4 keineswegs. Bühl und Mitteldeutschland sitzen den Volleyballern von der Rur im Nacken. Und auch der TV Rottenburg hat sich im Rennen um die direkten Playoff-Plätze eindrucksvoll zurückgemeldet: Am vergangenen Wochenende besiegten die Schwaben den Favoriten Generali Haching mit 3:1. Der Tabellenzweite, Champions-League-Teilnehmer und Pokalfinalist, war allerdings mit seiner zweiten Garnitur angetreten.

Kamm geschwollen

Und eben diese Hachinger sind es, die am heutigen Samstag ab 19.30 Uhr in der Dürener Arena gastieren. Dass der Favorit dann wieder mit dem zweiten Anzug auflaufen wird, ist unwahrscheinlich. „Sie haben in Rottenburg die Quittung bekommen und werden jetzt mit einem geschwollenen Kamm antreten“, vermutet Evivos Trainer Michael Mücke. Und weil sich der VfB Friedrichshafen in der Tabelle herangepirscht hat, verspüren auch die Hachinger mittlerweile Druck. Und das verheißt für die Dürener zunächst nichts Gutes: Das Hinspiel hat Evivo klar 0:3 verloren, im Halbfinale des Pokals gab’s das gleiche Ergebnis. „Aber die beiden Spiele haben in Haching stattgefunden“, betont Mücke zu Recht. „Jetzt spielen wir in unserem eigenen Wohnzimmer.“

Damit es dort besser läuft, haben sich Michael Mücke und sein Team eine Marschroute zurechtgelegt. Mindestens 100, wenn nicht 120 Prozent seines Leistungsvermögens will das Evivo-Team abrufen, um eine Chance gegen den Favoriten zu haben, rechnet Mücke vor.

Was gegen den Tabellenzweiten vor allem funktionieren muss? „Wir müssen die Annahme der Hachinger mit guten Aufschlägen in Bedrängnis bringen, so dass sie ihre Qualität im Angriff nicht ausspielen können“, erklärt Mücke. „Und dann müssen wir natürlich auch in Block und Feldabwehr voll auf der Höhe sein.“

Das Team von Trainer Mihai Paduretu ist ohnehin schwer auszurechnen: Drei Zuspieler stehen im Kader, dazu vier Mittelblocker – und alle auf sehr hohem Niveau. Und schließlich spielt im Hachinger Angriff jemand, den man in Düren bestens kennt: Christian Dünnes, der 2011 das Evivo-Trikot gegen eines der Bayern tauschte. Der Diagonalspieler galt schon zu Dürener Zeiten als einer der besten Angreifer der gesamten Liga. „Wir müssen Dünnes unbedingt in den Griff bekommen“, fordert Mücke.

Platz 4 ist heute zumindest auf den ersten Blick nicht in Gefahr. Der mit Evivo punktgleiche TV Bühl empfängt Ligaprimus Berlin Recycling Volleys – und wird vermutlich den Kürzeren ziehen. Verlassen will sich Michael Mücke darauf aber nicht: „Es kann noch viel passieren!“ Auch bei Evivos Auftritt gegen den Favoriten Haching…

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert