Evangelische Gemeinde feiert Jubiläum

Von: elfa
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Gelebte Ökumene: Ein „Projektchor” feierte mit rund 600 Besuchern den Gottesdienst zum Auftakt des Festprogramms zum 400-jährigen Bestehen. Foto: elfa

Düren. Als die ersten evangelischen Prediger in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts aus Flandern nach Düren kamen, mussten evangelische Gottesdienste noch lange Zeit im Geheimen gefeiert werden.

Erst mit dem „Dürener Reversal” von 1609 wurde neben der römisch-katholischen auch „anderen im Reich zugelassenen Religionen auf ihr Verlangen dergleichen exercitia anzurichten nicht verweigert”. Daraufhin wurde noch im selben Jahr der erste öffentliche evangelische Gottesdienst im Haus des Stadtschreibers Wilhelm Deutgen gefeiert.

Doch schon 1614, nachdem Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm zum katholischen Glauben konvertiert ist und zum entschiedenen Feind der Protestanten wird, ist die Religionsfreiheit erneut gefährdet. Es dauert weitere 15 Jahre, bis die Evangelischen in Düren ihr eigenes Gebetshaus erhalten - eine Fleischhalle am heutigen Kaiserplatz.

In den folgenden Jahrhunderten ist die Evangelische Gemeinde zu Düren nicht zuletzt durch Migration geprägt worden.

Bei der Zerstörung Dürens am 16. November 1944 wurde auch die 1845 erbaute Auferstehungskirche ein Opfer der Bombenangriffe. Seit 1954 steht an ihrer Stelle die neu errichtete Christuskirche, die heute gemeinsam mit dem angrenzenden Haus der Evangelischen Gemeinde den Mittelpunkt des Gemeindelebens in der Stadt bildet.

Mit einem Festgottesdienst wurden am Sonntag die Feierlichkeiten zum 400-jährigen Bestehen der Gemeinde eröffnet. In ihren Gedanken zum Jubiläum betonte Vera Schellenberg, Presbyteriumsvorsitzende und Pfarrerin der Gemeinde, dass es „immer wieder Gesichter sind, die der Gemeinde Profil geben”.

Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, wies in seiner Predigt auf den besonderen Ruf hin, den die Dürener Gemeinde in der rheinischen Kirche habe, nämlich besonders nah an den Menschen zu sein und immer für sie einzutreten.

Im Anschluss an den Gottesdienst moderierte Pfarrer Stephan Schmidtlein eine Gesprächsrunde, in der sich Gemeindemitglieder, der Superintendent des Kirchenkreises Jülich, Jens Sannig, Regionaldekan Hans-Otto von Danwitz, Präses Nikolaus Schneider und Bürgermeister Paul Larue Fragen zur Zukunft der Kirchengemeinde stellten.
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