Düren - Erzieherinnen drückt der Schuh

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Erzieherinnen drückt der Schuh

Von: kin
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Gute Gespräche: Manuela Schwesig (rechts), stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende und Sozialministerin in Mecklenburg-Vorpommern, war zu Gast in Düren. Mit ihr diskutierten Dietmar Nietan, Elfriede Nöldgen und Karl Schwarz (von links).

Düren. „Danke, für die gute, offene Diskussion.“ Manuela Schwesig, stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende und Ministerin für Arbeit und Soziales in Mecklenburg-Vorpommern, war am Dienstag zu Gast bei der Tagesmütter-Agentur der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Düren. Mit dabei Bundestagsabgeordneter Dietmar Nietan und Landtagsabgeordneter Peter Münstermann. Der Bundestagswahlkampf an der Rur ist eröffnet.

Rund eine Stunde diskutierte die 37-jährige Politikerin mit den Leiterinnen der 23 Kindertagesstätten aus dem Kreis Düren, bevor sie sich anschließend die Einrichtung genauer ansah. Die Erzieherinnen drückt der Schuh an vielen Stellen. Die Kita-Leiterinnen wünschen sich mehr Personal, mehr Zeit für die Kinder und die Umsetzung des Kinderbildungsgesetzes und bessere Räume.

„Über die Anzahl der Betreuungsplätze und über den Rechtsanspruch für U3-Plätze“, sagt Hildegard Simon von der AWO-Kindertagesstätte in Vettweiß-Froitzheim, „ist dauernd gesprochen worden. Leider steht die Qualität der Kinderbetreuung in der Diskussion hinten an.“ Die Erzieherinnen waren sich einig, dass der pflegerische Aufwand bei jüngeren Kindern sehr viel höher sei als bei den größeren Jungen und Mädchen. „Und trotzdem“, so Hildegard Simon, „müssen auch die Älteren zu ihrem Recht kommen.“

Überhaupt, so die Meinung der Erzieherinnen, gebe es immer mehr Kinder, die erhöhten Betreuungsbedarf hätten. „Und auch eine intensive Arbeit mit den Eltern“, so Ilona Liebsch, „wäre sehr sinnvoll. Aber dafür brauchen wir mehr Personal.“ Manuela Schwesig nannte die Forderungen der Erzieherinnen „völlig berechtigt“. „Kindertagesstätten sind nicht nur Betreuungsangebot, sondern auch ein gutes Bildungsangebot.“ Hier, so Schwesig, müsse der Bund weiter investieren.

Schwesig hat sich deutlich für eine Abschaffung des Betreuungsgeldes ausgesprochen. „Dieses Geld könnte sinnvoller für die Arbeit in den Kitas eingesetzt werden.“ Schwesig wünschte sich zudem weniger Bürokratie für die Kostenübernahme für das Mittagessen für Kinder aus Hartz IV-Familien.

„Die Kindertagesstätten sollten einen gewissen Betrag bekommen, den sie für die Kinder aus sozial schwachen Familien einsetzen können – für das Essen oder einen Ausflug oder die Vereinsförderung.“ Das sei mit Ursula von der Leyen damals „nicht verhandelbar“ gewesen.

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