Erweiterter Blick auf die Welt beim Kunst-Frühstück

Von: ale
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Beim ersten Kunst-Frühstück
Beim ersten Kunst-Frühstück mit Dr. Dorothea Eimert (3. von links) waren alle Stühle besetzt. Foto: Anneliese Lauscher

Düren. „Kunstwerke helfen uns, einen speziellen Blick auf uns selbst zu werfen” - davon ist Dr. Dorothea Eimert überzeugt. Sie bietet im Katholischen Forum für Erwachsenen- und Familienbildung ein „Kunst-Frühstück” an, an dem jeder teilnehmen kann.

Alle Plätze waren besetzt beim ersten Kunst-Frühstück am Dienstag im Forum. Es kamen einige Damen, ein Herr und Franz Marcs „Blaues Pferd” schaute von der Leinwand herab.

Dr. Dorothea Eimert, die ehemalige Leiterin des Leopold-Hoesch-Museums und Kunstexpertin, hatte Franz Marc ausgewählt als einen der bedeutendsten Maler des Expressionismus. Sie gab zunächst einen kurzen Überblick über das Leben des Malers, Zeichners und Grafikers, der mit nur 36 Jahren im Ersten Weltkrieg bei Verdun ums Leben kam. Ihre Begeisterung für dessen Werk teilte sich den Zuhörern mit; sie empfahl einen Besuch im Franz-Marc-Museum in Kochel am See.

Die Teilnehmer ließen sich nicht lange bitten, über die Bilder entfachte sich ein angeregter Gedankenaustausch. Hat Franz Marc wirklich Rehe im Schnee gesehen? Oder malte er mehr nach seinem Empfinden als nach der sinnlichen Wahrnehmung?

Sowohl bei den Rehen als auch beim Blauen Pferd fiel den Betrachtern auf, dass man gebogene Linien entdecken kann, in der Haltung der Tiere, im Schnee, im hügeligen Hintergrund. Auch dass das Blau des Pferdes sich im Blau des Himmels wiederfindet - ein Zeichen für Verbundenheit mit der Natur und Harmonie.

Die gelbe Kuh bot viel Gesprächsstoff: Für die meisten drückte das springende Tier mit dem hoch gereckten Kopf und in die Höhe gestreckten Schwanz ganz einfach Lebensfreude aus. Eine andere Betrachterin sah Trotz und Wut in der Haltung.

Ihrer Intention, über die Kunst „einen erweiterten und tieferen Blick auf unsere Welt zu erreichen” ist Dr. Eimert sicher mit dem ersten Kunst-Frühstück nahe gekommen. Eine Fortsetzung wird es am 20. März geben. Hierfür wird um Anmeldung gebeten.
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