Düren - Erster Tierfriedhof im Kreis Düren eingerichtet

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Erster Tierfriedhof im Kreis Düren eingerichtet

Von: Jörg Abels
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Jochen de Riese und sein Team haben auf dem Hauptfriedhof eine letzte Ruhestätte für Haustiere angelegt: den „Tiergarten“. Foto: Abels

Düren. Haustiere sind nicht selten die besten Freunde des Menschen, ihr Verlust manchmal ebenso schmerzlich wie der eines engen Angehörigen. „Die Tiere bereichern und erfüllen ein gemeinschaftliches Miteinander“, weiß Jochen de Riese, Leiter der Friedhofsverwaltung beim Dürener Service Betrieb (DSB).

Entsprechend groß sei der Wunsch vieler Tierbesitzer, sich nach dem Tod der Vierbeiner auch würdevoll von ihren „Familienmitgliedern“ verabschieden zu können.

Der Dürener Service Betrieb ist diesem Anliegen nun nachgekommen und hat auf dem Hauptfriedhof im Dürener Osten einen Tierfriedhof angelegt – den ersten im Kreis Düren. Bislang war nur die Einäscherung möglich, die Urne musste der Tierbesitzer anschließend mit nach Hause nehmen.

Jochen de Riese und sein Team haben am Ende der Friedenstraße einen 160 Quadratmeter großen Teilbereich des Friedhofes abgetrennt. Im „Tiergarten“ können nicht nur eingeäscherte Haustiere von städtischen Einwohnern beigesetzt werden. Er steht auch Bürgern von außerhalb zur Verfügung, deren vierbeinige Freunde ihre letzte Ruhestätte nicht im heimischen Garten oder Wohnzimmerregal finden sollen.

„Es gibt vier verschiedene Möglichkeiten, die von der Tierbestatterin Andrea Fackeldey von der Firma Anubis begleitet werden“, erklärt de Riese: Von der anonymen Sammelbestattung in einem Gräberfeld, das vom DSB-Kooperationspartner betreut wird, über das Reihengrab mit einer Laufzeit von fünf Jahren bis zur Wahlgrabstätte, die nach Ablauf der fünf Jahre auch verlängert werden kann.

„Es werden biologisch abbaubare Urnen verwendet“, betont Jochen de Riese. Der „Tiergarten“ ist während der Öffnungszeiten des Hauptfriedhofes von außen separat erreichbar. Und er ist eingezäunt, damit Hundehalter bei ihrer Trauer und Erinnerung auch einen eventuell im Haus noch vorhandenen Zweithund mitnehmen können, spricht der Leiter der Friedhofsverwaltung von einer bewusst gewählten Ausnahmeregelung. Denn ansonsten dürfen Hunde nicht mit auf den Friedhof gebracht werden.

Ob es in Zukunft noch weitere Formen der Tierbestattung in Düren geben wird, beispielsweise als Urnenbeigabe in menschlichen Gräbern, sei geplant, aber noch nicht entschieden, erklärt Jochen de Riese.

 

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