Echtz - Erste Beschwerden bei der Einweihung des neuen Radwegs

Erste Beschwerden bei der Einweihung des neuen Radwegs

Von: Andreas Bongartz
Letzte Aktualisierung:
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Ein „wichtiges Bauprojekt” weihte Landrat Wolfgang Spelthahn jetzt ein: Zwischen Merken und Echtz wurde ein neuer Radweg errichtet. Die 1450 Meter lange Strecke entlag K42 und K35 wurde jetzt offiziell freigegeben. Die Einweihung traf bei Dürener Politikern auf breite Resonanz. Foto: Andreas Bongartz

Echtz. Der neue Radweg entlang der Kreisstraßen K42 und K35 war noch nicht offiziell eingeweiht, da gab es schon die ersten Beschwerden: Landrat Wolfgang Spelthahn wollte gerade zur feierlichen Tat schreiten, als ein älterer Fahrradfahrer die Straße herabgeradelt kam und seinem Mißfallen über den Radweg lauthals Luft machte.

Man könne ja gar nicht direkt auf den Radweg fahren, wenn man vom ortsnahen Wirtschaftsweg komme, da sei der Radweg doch unnütz, so der Vorwurf des Senioren.

Ein wichtiges Bauprojekt

Der Landrat nahms mit Humor, gelobte eine nachträgliche Ausbesserung und schritt sodann zur partiellen Einweihung des Radweges. Damit, so Spelthahn, sei ein wichtiges Bauprojekt abgeschlossen. Ein Projekt, dass im Zuge des sechsstreifigen Ausbaus der Autobahn A4 in Angriff genommen wurde.

Warum profitieren Dürener Radfahrer vom Ausbau der A4? Weil im Zuge der Baumaßnahmen zwischen Eschweiler und Düren sämtliche Brücken über die Autobahn neu errichtet wurden. Auch die Überführung der K42 bei Echtz. Im Zuge ihrer Erneuerung wurde die Brücke zudem mit einem begleitenden Radweg versehen.

Für diesen wurde ordentlich Geld in die Hände genommen: 350.000 Euro hat der 1450 Meter lange Weg, der neben der Kreisstraße auf einer Breite von 2,5 Meter verläuft, gekostet. 70 Prozent dieser Kosten wurden vom Land NRW übernommen.

Der neue Weg verbindet Echtz und Merken miteinander. 550 Meter des Radwegs befinden sich zwischen Echtz und der Autobahnbrücke, der Rest zwischen Merken und der Überführung.

Mit dem neuen Radweg habe der Kreis Düren nicht nur sein Radwegenetz sinnvoll ergänzt, sondern auch ein erhebliches Plus an Sicherheit für Fahrradfahrer und Fußgänger geschaffen, so der Landrat.

Vor der Überquerung absteigen

Dass der Radweg mit seiner Begrenzung aus Rundsteinen nicht direkt vom Wirtschaftsweg befahren werden kann, hat übrigens Methode, wie Hans Scheufens vom Amt für Kreisentwicklung und Straßen erklärte: „Wir wollen, dass die Radfahrer, die vom Wirtschaftsweg kommen absteigen, bevor sie die Straße überqueren.” Schließlich sei die Straße stark befahren, eine Überquerung nicht ungefährlich.

Landrat Spelthahn bot einen Kompromiss an: „Wir machen den Weg frei und wünschen trotzdem, dass die Leute bevor sie über die Straße fahren, absteigen.”
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