Erste Abitur-Klausur: So schwer war sie gar nicht

Von: Sandra Kinkel
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Haben ihre erste Abiturklausur in Deutsch überstanden: Sarah Wolff, Caterina Uerlichs, Sabine Ungermann, Julia Reiners, Karoline Sabala, Anna Friske und Alina Winkel (von links). Foto: Sandra Kinkel

Düren. „Heute geh´ ich erst einmal Eis essen. Und mache einen Tag Lernpause.” Sabine Ungermann (19) aus Düren atmet tief durch. Die erste Hürde ist gemeistert, die erste Abiturklausur im Grundkurs Deutsch geschrieben. „Ich habe es mir viel schlimmer vorgestellt”, so die Schülerin der Dürener St.-Angela-Schule. „Aber irgendwie war alles ziemlich chillig.”

Das bedeutet so viel wie: gemütlich, und was die junge Frau meint ist, dass die Atmosphäre bei der ersten Abi-Klausur eigentlich ganz locker war. „Eben so wie bei jeder anderen Klausur auch”, ergänzt Anna Friske (19) aus Niederzier. „Beinahe wäre eine Flasche Sprudel explodiert, es war alles gar nicht so ernst und feierlich, wie ich gedacht habe.”

Trotzdem waren Anna, Sabine und ihre Freundinnen Karoline Sabala (20), Caterina Uerlichs (19), Julia Reiners (19), Sarah Wolff (19) und Alina Winkel (17) vor ihrer ersten Abi-Klausur sehr aufgeregt. Rund zwei Wochen haben sich die meisten der jungen Damen auf ihre erste Prüfung vorbereitet, mit etwa drei Stunden intensivem Lernen pro Tag. „Ich fand die Prüfungsaufgaben sehr fair”, sagt Alina Winkel aus Gürzenich. „Alle Themen waren zu schaffen.” Effi Briest von Theodor Fontane stand unter anderem zur Wahl, genau wie Don Carlos von Schiller und dessen Gedicht „Kassandra”.

Und auch die Tatsache, dass es wegen der Pannen im letzten Jahr eine eigene Kommission gibt, die die Richtigkeit der Mathematikaufgaben für das Abi 2009 überprüft, beruhigt Alina und ihre Freundinnen sehr. „Das kann doch für uns nur gut sein.” Und Sabine Ungermann ergänzt: „Ich glaube nicht, dass da nochmal so eine Panne passiert. Ich bin ganz zuversichtlich.” Für Caterina Uerlichs, die neben Deutsch als zweiten Leistungskurs Geschichte hat, steht schon am morgigen Donnerstag die nächste Klausur auf dem Plan, die anderen haben bis nächste Woche Zeit. „Dann schreiben wir Physik-Leistungskurs”, so Anna Friske. „Und das wird auf jeden Fall viel schwerer als Deutsch heute. Da bin ich sicher.”

Trotzdem sind die Mädchen froh, dass die Abiturprüfungen endlich los gegangen sind. Julia Reiners: „Wir wissen jetzt, wie die Prüfungen ablaufen, und das alles machbar ist. Das ist schon einmal ein gutes Gefühl.”

Für ihre Zukunft haben die Schülerinnen der St.-Angela-Schule auch schon ganz konkrete Vorstellungen: Karoline Sabala will Automobilkauffrau werden, Anna Friske aus Niederzier erst einmal ein Freiwilliges Soziales Jahr in Afrika machen. Ihre Bewerbungen laufen noch, für Kapstadt hat sie sogar schon eine Zusage, ihr absoluter Traum aber wäre Ghana. Die anderen wollen studieren, Lehrerin steht ganz oben auf der Berufswunschliste - oder Bauingenieurin.
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