Erneuter Großeinsatz gegen Wohnungseinbrecher

Von: red/pol
Letzte Aktualisierung:

Düren. Nachdem es bereits am vergangenen Freitag zum unangekündigten Großeinsatz gegen Wohnungseinbrecher auf den Straßen im Kreis Düren gekommen war, sind auch am Montag bis in die Abendstunden kreisweit Kontrollstellen eingerichtet und mobile Streifen unterwegs.

Mit einem Ziel: Die Bekämpfung des Wohnungseinbruchs. Die Verringerung der Einbruchszahlen auf ein real erreichbares Mindestmaß wurde bereits vor Jahren zum „Behördenstrategischen Ziel“ ernannt. Mit Erfolg, denn entgegen des Landestrends war es der örtlichen Behörde mit breit angelegten, strategischen Maßnahmen bereits 2012 gelungen, die seit 2007 rapide angestiegene Zahl der Einbrüche nicht nur zu stoppen, sondern fast um 20 Prozent zu senken. Das zeigt vor allem der Vergleich der Fallzahlen:  2011: 1029; 2012: 824. Das entspricht einer Reduzierung um 19,92 Prozent.

Allerdings: Die Zunahme des Wohnungseinbruchs ist insgesamt betrachtet kein spezielles Dürener Problem, sondern eher ein landes- und sogar bundesweites Phänomen. „Wir haben schon einiges erreicht“, erklärt KHK Völl mit Blick auf die Zahlen, betont aber: „Jeder Einbruch, ist ein Einbruch zu viel.“

Auch Polizeibeamte erleben an den Tatorten und in der Opfernachsorge immer wieder, wie erheblich die mit einem Wohnungseinbruch einhergehende Verletzung der Privatsphäre das Sicherheitsgefühl der Menschen nachhaltig beeinträchtigen kann. „Einbrecher nehmen da keine Rücksicht“, erklärt der Leiter des für Wohnungseinbruch zuständigen Kriminalkommissariats und berichtet, dass es ausgerechnet zwischen Weihnachten 2012 und Silvester binnen weniger Tage zu einem signifikanten Anstieg der Einbrüche gekommen war. Täter wissen genau, wann sie besonders auf gute Ausbeute hoffen können. „Zwischen Heiligabend und Silvester gab es 70 Delikte im Kreis. Das war in wenigen Tagen mehr, als sonst der Durchschnitt eines gesamten Monats.“

 

„Wir wollen agieren, statt reagieren“, beschreibt KHK Völl das engagierte Motto der mehr als 50 Polizisten aus allen Direktionen der Polizeibehörde, die heute massive Präsenz zeigen. Die Einsatzkonzeption sieht dabei erneut, wie am vergangenen Freitag, zahlreiche Kontrollstellen im gesamten Kreisgebiet vor. Dabei werden überwiegend auf den überörtlichen Ein- und Ausfallstraßen Fahrzeuginsassen überprüft.

Hinzu kommt ein dichtes Netz von mobilen Raumstreifen, zum Teil auch mit zivilen Polizeifahrzeugen, in den Städten und Gemeinden. „Uns geht es definitiv nicht um Verkehrssünder“, grenzt KHK Völl deutlich ab.

„Wir werden potentielle Täter abschrecken, aber auch weitere Erkenntnisse gewinnen und hoffentlich auch konkret Einbrüche verhindern.“ Gesetzt wird auf den Erfolg der aufwändigen Aktionstage, die die Behörde zusätzlich innerhalb der Landeskampagne „Riegel vor! Sicher ist sicher“ durchführt. KHK Edgar Völl hofft aber auch auf das Verständnis der Verkehrsteilnehmer, die an einer Kontrollstelle möglicherweise einmal warten müssen oder selbst überprüft werden.

„Wir tun das, um unseren Beitrag zum Weihnachtsfrieden zu leisten. Die Menschen im Kreis Düren sollen sich sicher fühlen. Auch an den Festtagen.“

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert