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Entenfreunde und Vandalen richten immer neue Schäden an

Von: Ottmar Hansen
Letzte Aktualisierung:
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Das Entenvolk im Holzbendenpark vermehrt sich rasant, weil die Tiere zu viel gefüttert werden. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Der Holzbendenpark erhitzt derzeit die Gemüter. Hier prallen „Tierfreunde”, Naturschützer und Ordnungsliebende aufeinander. Anlass ist die Fütterung der Enten und damit einher gehend ihre explosionsartige Vermehrung.

Ganze Plastiktüten voll Brot und Grünabfällen schleppen Besucher des Parkes an, um damit die Enten auf den Teichen zu füttern. Obwohl es Schilder gibt, die darauf hinweisen, dass dies verboten ist.

Anwohner des Parks, Vertreter des Tierschutzvereins und des Dürener Servicebetriebes (DSB) trafen sich jetzt auf Anregung des CDU-Fraktionsvorsitzenden Karl-Albert Eßer vor Ort, um darüber zu beraten, wie man den Park schützen kann.

Der DSB ist emsig bemüht, das Gelände sauber zu halten. Doch was nutzt das, wenn gleich darauf wieder unbelehrbare Zeitgenossen mit ihren Futtertüten anrücken? Im Park lebten viel zu viele Enten, stellten die Tierschützer Dr. Werner Grisko und Waldemar Lauth fest. Grob geschätzt mehr als 130. Ein Teil der Vögel soll nun umgesiedelt werden. Zum Tagebau Hambach.

Um festzustellen, ob die Tiere ihre neue Heimat dann auch annehmen oder doch gleich wieder zum Park zurück fliegen, werde man die Entenbeine beringen, teilte DSB-Leiter Richard Müllejans am Mittwoch mit. Ein weiteres Problem wird wohl eher die Polizei lösen müssen. So beklagt ein „Nachrichten”-Leser den zunehmenden Vandalismus im Park. Abgeknickte Laternen, zerstörte Bänke seien schon fast alltäglich geworden, so Anwohner Heinz Hensch.

Dem DSB könne man keinen Vorwurf machen „Der Park wird immer vorbildlich gereinigt. Ich habe noch nie einen Mülleimer gesehen, der überquillt.” Doch abends werde der Park immer häufiger zum Treffpunkt junger Leute, die ihre Kraft an Elektrokästen oder der Beleuchtung ausließen. Hensch: „Letzten Samstag lag ein Lampenschirm auf dem Weg, und am Teichabfluss war mal wieder das Schutzgitter zerstört worden.”
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