Niederzier - Ende der priesterlosen Zeit in Niederzier

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Ende der priesterlosen Zeit in Niederzier

Von: elfa
Letzte Aktualisierung:
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Mit der Einführung von Andreas Galbierz endet die pfarrerlose Zeit in den Gemeinden Niederzier, Oberzier und Hambach. Foto: Elmar Farber

Niederzier. Fast zwei Jahre ist es inzwischen her, dass der niederländische Pfarrer Rick van den Berg gegen seinen Willen und sehr zum Unmut vieler Gemeindemitglieder aus Niederzier in das Bistum Roermond versetzt wurde. Nun ist die pfarrerlose Zeit in St. Cäcilia Niederzier, St. Martin Oberzier und St. Antonius Hambach vorbei.

Mit einem feierlichen Erntedankgottesdienst auf dem Oberzierer Bauernhof Brauers wurde Andreas Galbierz als neuer Pfarrer für die drei Gemeinden eingeführt.

In der wunderschön geschmückten Scheune verlas Regionaldekan Hans-Otto von Danwitz die Ernennungsurkunde, in der Bischof Heinrich Mussinghoff auch auf die Aufgaben und Dienste in der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Merzenich-Niederzier verweist. Seinen Dank richtete der Bischof an die vielen haupt- und ehrenamtlichen Helfer, die das kirchliche Leben der Gemeinden ohne Pfarrer aufrecht erhalten haben.

Pfarrer Andreas Galbierz, 1969 im polnischen Langendorf (Wielowies) geboren, trat nach seinem Abitur dem Kamillianerorden bei. Dem Studium der Philosophie und Theologie in Warschau folgte 1996 die Priesterweihe durch Josef Kardinal Glem. Nach dem Studium arbeitete Galbierz als Kaplan und Schullehrer in Oberschlesien. Um Deutsch zu lernen, kam er im Oktober 2001 nach Deutschland. Ein Jahr später bekam der Geistliche seine erste Stelle als Kaplan im Bistum Aachen. Zuletzt war Galbierz als Kaplan in Krefeld tätig.

In seiner ersten Predigt berichtete der neue Pfarrer, dass er nach Santiago de Compostella gepilgert sei. Er sei dabei vielen Menschen begegnet, die ganz ungläubig gestaunt hätten, als sie erfuhren, dass er ein katholischer Geistlicher sei. In vielen Gesprächen sei ihm aufgefallen, dass die wenigsten Pilger überhaupt einen Priester persönlich kennen.

Ein Missstand, der in Niederzier gar nicht erst entstehen soll. „Ich will mit Ihnen zusammen leben, lachen, Freude am Leben haben, aber auch streiten. Ich will einer von Ihnen sein und ich möchte Ihnen Mut machen, mich jederzeit anzusprechen”, so der neue Pfarrer, der herzlich von seinen Gemeindemitgliedern empfangen wurde.

Galbierz sieht sich und seine neue Gemeinde als „Pilger mit einem gemeinsamen Ziel”, nämlich eine große Familie zu werden, in der man sich ohne Berührungsängste alles erzählen kann.

„Wenn Sie hier einen Heiligen erwartet haben, dann haben Sie den Falschen bekommen. Ich bin ein Mensch und möchte hier als Mensch leben und arbeiten”, betonte der neue Pfarrer.

Die Gemeinde dürfte sich nicht wundern, wenn ihr Pfarrer demnächst öfters in kurzen Hosen durch die Region flitzt, denn Galbierz ist begeisterter Fußballer, Fahrrad- und Inline-Skates-Fahrer - eben „ein Mensch, der Spaß am Leben hat”.
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