Düren - Empfehlung der Grünen: „Erststimme für Rot und Zweitstimme für Grün”

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Empfehlung der Grünen: „Erststimme für Rot und Zweitstimme für Grün”

Von: oha
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Foto: Ottmar Hansen
Peter Münstermann (SPD), Gudrun Zentis (Grüne), Jörg Benter (Grüne) und Liesel Koschorreck (SPD/v.l.) bitten zur Wahl. Foto: Ottmar Hansen

Düren. Die Landtagskandidaten von SPD und Grünen haben am Montag die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Düren noch einmal aufgerufen, ihre demokratischen Rechte zu nutzen und am Sonntag zur Landtagswahl zu gehen.

Klar, dass die Sozialdemokraten am liebsten hätten, wenn ihnen die Wähler jeweils ihre Erst- und ihre Zweitstimme gäben. Grünen-Kandidat Jörg Benter rät Wählern, die sich nicht komplett auf eine der beiden Parteien festlegen können, zur Variante, mit der Erst-Stimme den Direktkandidaten der SPD vor Ort zu wählen und mit der Zweitstimme die Partei Bündnis 90/Die Grünen.

Auch wenn sich Benter, der im Nordkreis für die Grünen antritt, mit dieser Empfehlung vermeintlich selbst schadet. Sein Ziel ist klar: „Die erfolgreiche Politik von Rot-Grün in Düsseldorf muss fortgesetzt werden.”

Zum Hintergrund: Mit ihrer Erststimme wählen die Bürger im Kreis die Kandidaten aus der Region, von denen sie künftig im Landtag vertreten werden wollen. Hier werden sich die Kandidaten der großen Parteien, Liesel Koschorreck und Peter Münstermann für die SPD sowie Rolf Seel und Josef Wirtz für die CDU ein Kopf-an Kopf-Rennen liefern. Die Direktkandidaten der kleineren Parteien haben dabei eher geringe Chancen. Die Erststimmen für Jörg Benter oder Gudrun Zentis für die Grünen wären damit sowieso verloren.

Warum also aus Sicht der Grünen nicht den Wähler dazu aufrufen, diese Stimme der SPD zu geben? Bei der Zweitstimme sieht es schon anders aus. Hier kreuzt der Wähler keine Person, sondern nur die Partei seines Vertrauens an. Und an dieser Stimme hängt es letztendlich, wie viele Politiker einer Partei in den nordrhein-westfälischen Landtag einziehen. Grünen-Kandidatin Gudrun Zentis bringt es auf den Punkt: „Die Zweitstimme ist die wichtigste Stimme. Wir brauchen möglichst viele Zweitstimmen für starke Grüne im Landtag.”

Sowohl SPD als auch Grünen hoffen, nach dem Wählervotum ihre Politik der vergangen zwei Jahre fortsetzen zu können. Ihre Schwerpunkte listeten die Kandidaten noch einmal auf. Dazu gehören: mehr Geld für die Kommunen, mehr Betreuungsplätze für Unter-Dreijährige, die Abschaffung der Studiengebühren.

Die erfolgreiche Politik von Hannelore Kraft (SPD) und Silvia Löhrmann (Grüne) habe sich auch für den Kreis Düren ausgewirkt, so Liesel Koschorreck. Die Minderheitsregierung von Rot-Grün zuletzt im Landtag sei für die Demokratie durchaus ein positives Zeichen gewesen, so Koschorreck: „Es konnte nicht einfach alles so durch gewunken werden.” Außerdem seien die beteiligten Parteien besonders motiviert worden.

Doch jetzt komme es schon darauf an, eine stabile Mehrheit im Parlament zu schaffen, um wichtige Entscheidungen voran zu bringen.
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