Eltern wollen an der Schule in Embken Barrieren abbauen

Von: Bert van Londen
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Setzen sich für eine barriere
Setzen sich für eine barrierefreie Grundschule in Embken ein und bitten um Spenden für die Realisierung des sinnvollen Projektes (v. links): Evelyn Esser, Heinz Esser, Andreas Werner und Matthias Metzger.

Nideggen. Wenn es um beispielhafte Eigeninitiative und tief empfundene Fürsorgepflicht für Kinder geht, dann stößt man in der Region immer wieder auf die Katholische Grundschule in Embken.

Nachdem der engagierte Trägerverein des Lehrschwimmbeckens in den vergangenen Jahren sein ehrgeiziges Projekt, das Schulschwimmbad energetisch zu sanieren und als Lehrschwimmbecken anderen Gruppen, wie Menschen mit Handicap oder Senioren zugänglich zu machen, umgesetzt hat, folgt ein weiteres Projekt: die Grundschule so umzubauen, dass sie barrierefrei und somit auch für Kinder mit körperlichen Beeinträchtigungen geeignet ist.

„Davon könnten nicht nur das ganze Stadtgebiet Nideggen, sondern auch unsere Nachbarkommunen profitieren”, sind sich Matthias Metzger (Vorsitzender des Fördervereins), Evelyn Esser (stellvertretende Schatzmeisterin), Andreas Werner (Vorsitzender des Trägervereins Lehrschwimmbecken Embken) und Ortsvorsteher Heinz Esser einig. Einige bauliche Vorgaben gibt es bereits an der St. Antonius-Grundschule. Ein Klassenraum auf der Parterre des Schulgebäudes, die Turnhalle und - in ihr - eine Toilette, sind aktuell schon für Kinder mit Handicap frei begehbar. „Da liegt es auf der Hand, dass wir ergänzend weitere Ziele haben”, so Evelyn Esser. „Für das Obergeschoss der Schule planen wir einen Lift und die Toilette im Erdgeschoss wollen wir Behindertengerecht umbauen.”

Eine Herzensangelegenheit

Für den Vorsitzenden des Trägervereins Lehrschwimmbecken, Andreas Werner, ist es da nicht nur selbstverständlich, sondern auch eine Herzensangelegenheit, den Förderverein tatkräftig zu unterstützen. „Nicht zuletzt geht es ja auch um eine geringfügige Baumaßnahme in der Schwimmhalle. Dort wäre eine Rampe für Rollstuhlfahrer und ein Lift dringend notwendig. Im Hinterkopf haben die Initiatoren dabei auch, dass die baulichen Veränderungen auch gehbehinderten jungen und alten Menschen ermöglichen würden, in den Genuss des Schwimmbeckens zu kommen. „Gut, dass wir Mittel zurückgelegt haben”, erläutert Werner. Dass die angestrebten barrierefreien Baumaßnahmen von Nöten sind, wurde allen durch das Schicksal der kleinen Lena bewusst. Das an den Rollstuhl gefesselte Mädchen wollte gerne in Embken eingeschult werden. Die gesetzlichen Richtlinien, für die eine Barrierefreiheit der Schule Voraussetzung ist, machen ihren Wunsch jedoch zunichte.

„Das muss man sich mal vorstellen”, so Matthias Metzger. „Für das Mädchen und ihre Familie heißt das nun stundenlanges Fahren, um zur nächstmöglichen Schule in Euskirchen oder Aachen zu kommen. Das wollen und müssen wir ändern.” Auf die lange Liste all der Dinge, die er geleistet hat, gehört auch die Anlegung des Kinderspielplatzes, Anschaffung von Spielsachen für die Pausen oder die Bestückung der Schulbibliothek. Auch die gesamte Kostenübernahme für die Klassenfahrt der 4. Klasse und für Familien, die sich Klassenfahrten nicht leisten können, ist für den Förderverein selbstverständlich. 14 Jahre lang organisierte und führte der Verein die Übermittagsbetreuung. Seit dem letzten Jahr, seit Einführung des Ganztagsbetriebes, übernahm der Kinderschutzbund ihre Arbeit.

Kostenneutral für die Stadt

Architekt Udo Hambach, der sich auf barrierefreie Planungen in öffentlichen Gebäuden spezialisiert hat, bot sich nun ehrenamtlich an, die nötigen Umbauarbeiten zu planen. Eigentlich könnte die beispielhafte Arbeit der Embkener Vereine starten. „Nun geht es noch um die Erlaubnis der Stadt Nideggen”, erklärt Ortsvorsteher Heinz Esser. „Selbstverständlich ist das Projekt nicht mit Kosten für die gebeutelte Stadt verbunden. Wir wollen das eigenständig und nur mit Unterstützung der Bevölkerung realisieren.”

Der Förderverein ruft deshalb auf, sich mit einer Spende auf das Konto 1200 52 6810, der Sparkasse Düren (BLZ 395 501 10), über die es selbstverständlich auch Spendenquittungen gibt, zu beteiligen.
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