„Elefant“ Wolfgang Röther verlässt den Führerstand

Von: Gudrun Klinkhammer
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Schulpflegschaftsvorsitzende Elvira Lawrenz überreichte Wolfgang Röther, dem scheidenden Leiter des Kreuzauer Gymnasiums, ein Bild mit einem irischen Segensspruch. Foto: Gudrun Klinkhammer

Kreuzau. „Lebe wohl und adieu“, hieß es im Gymnasium der Gemeinde Kreuzau. Schulleiter Wolfgang Röther wurde verabschiedet. Johannes Kaptain, stellvertretender Schulleiter, begrüßte die Gäste im vollbesetzten Foyer. An seinen langjährigen Weggefährten und Arbeitskollegen Wolfgang Röther richtete er während seiner Ansprache persönliche Worte.

Johannes Kaptain: „21 Jahre lang haben wir in Kreuzau und zuvor in Düren zusammengearbeitet. Es war eine sehr schöne Zeit.“ Gemeinsam habe man den Aufbau des Gymnasiums der Gemeinde Kreuzau erlebt und sich dadurch kennen und schätzen gelernt.

Wolfgang Röther, selbst Vater zweier inzwischen erwachsener Kinder, bekleidete zunächst zehn Jahre lang die Stelle des stellvertretenden Schulleiters, bevor er vor elf Jahren die Schulleitung übernahm. Nicht ohne Grund hatten die Ausrichter der Verabschiedung auf jeden einzelnen Stuhl nicht nur einen Programmzettel, sondern auch ein Foto von einem Elefanten ausgelegt.

Mit einem derartigen Dickhäuter wurde der scheidende Schulleiter gerne verglichen. Große Ohren, da er immer ein offenes Ohr, vor allem für die Belange von Problemschülern, hatte. Die stabilen Beine sollten symbolisch auf seine Bodenständigkeit hinweisen.

Als langjähriger Weggefährte würdigte weiter Walter Ramm, bis vor wenigen Wochen Bürgermeister der Gemeinde Kreuzau, seinen Freund. Ramm: „Schüler und Schulträger haben in den vergangenen Jahren zusammengearbeitet wie siamesische Zwillinge, das ging immer Hand in Hand. Das Gymnasium mit seinen gut 800 Schülern und rund 60 Lehrern steht allen Unkenrufen zum Trotz ausgezeichnet da.“ Weiter sagte Ramm humorvoll: „Aber, wir sind ein Auslaufmodell. Unsere Posten geben wir zwar weiter, doch was bleibt, das ist der Mensch.“

Der Ex-Bürgermeister verglich den 65-jährigen Wolfgang Röther und sich selbst mit einem Oldtimer. Zwar gehe alles nicht mehr ganz so schnell wie früher, auch stehe häufiger ein Besuch beim Reparateur an, doch ein gut gepflegtes „Schnauferl“ habe durchaus noch Zukunft. 20 bis 30 Jahre könnten ältere Semester locker weiterlaufen. In diesem Sinne äußerte Wolfgang Röther seine Zukunftspläne. Röther: „Wir haben inzwischen mit einigen Freiberuflern eine Gruppe gegründet und wollen uns zukünftig dem Schulcoaching widmen.“

Der amtierende Bürgermeister der Gemeinde Kreuzau, Ingo Esser, wünschte dem Pensionär ebenso alles Gute wie Rolf Heesel, Dezernent der Bezirksregierung Köln, der die Urkunde überbrachte. Schulpflegschaftsvorsitzende Elvira Lawrenz überreichte dem scheidenden Schuleiter ein Bild mit einem irischen Segensspruch, der dem Pensionär Glück bringen soll. Für die Schüler bedankte sich Schulsprecherin Fabienne Bindels.

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