Eine verkorkste Saison ordentlich zu Ende bringen

Von: Guido Jansen
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Im Hinspiel gegen den TV Bühl
Im Hinspiel gegen den TV Bühl war der Weg zum Sieg für Evivo-Mann Gregor Klein und seine Mannschaft versperrt. Das Rückspiel müssen die Dürener gewinnen. Foto: Guido Jansen

Düren. So haben sich die Vorzeichen geändert. In der vergangenen Saison war die Niederlage von Evivo Düren beim Auswärtsspiel in Bühl eine bittere, unerwartete Angelegenheit. Wenn Düren in der Volleyball-Bundesliga am Samstag (20 Uhr) wieder im Schwarzwald antritt, dann wäre ein Dürener Sieg gegen den TV Bühl beinahe eine Überraschung.

Der nächste Gegner ist der Aufsteiger der Saison und hat sich in der oberen Tabellenhälfte festgesetzt.

Düren dagegen ist der Absteiger, spielt eine völlig verkorkste Saison und kämpft um den Einzug in die Playoffs. Die obere Tabellenhälfte ist dabei als Ziel nicht mehr realistisch. Gänzlich perspektivlos dümpelt Düren jedoch nicht durch die Niederungen der Liga. Die Mannschaft hat das feste Ziel, die Saison vernünftig zu beenden.

Zwei Siege müssen her

Zwei Siege braucht Evivo aus den letzten vier Spielen, um in die Playoffs zu kommen, mit drei Erfolgen ist dieses Ziel sicher erreicht, mit vier klettern die Volleyballern von der Rur eventuell noch ein wenig höher in der Tabelle. Das ist keinesfalls unrealistisch. Bühl ist der dickste Brocken auf dem Weg in die Endrunde. Danach kommen noch Rottenburg, Bottrop und Gotha. Teams, die in der Tabelle auf Evivo-Augenhöhe oder darunter liegen. „Gut wäre, wenn wir so schnell wie möglich wichtige Punkte einzusammeln. Am besten fangen wir in Bühl damit an”, so Evivo-Trainer Söhnke Hinz.

Hinspiel verloren

Das Hinspiel in Düren war eine knappe Angelegenheit. Düren verlor 2:3, weil es den Ausfall von Angreifer Matthias Böhme nicht verkraften konnte. Die Partie gilt heute als Knackpunkt. Für Evivo ging es danach in den Keller, für Bühl nach oben. „Sie haben eine kompakte Mannschaft”, so Hinz über die Schwarzwälder. Keine Stars, aber dafür auf jeder Position sicher spielende Routiniers - das ist ein klarer Vorteil gegenüber Düren. Denn Evivo ist jung und unerfahren und bezahlt massig Lehrgeld. „Bühl hat jede Position stark besetzt. Sie können wechseln, ohne an Qualität zu verlieren”, hat Dürens Trainer beobachtet.

Ob Hinz am Samstag an der Stelle, an der es am meisten notwendig wäre, wechseln kann, ist unklar. Denn ob Joe Deimeke nach seiner Fußverletzung einsetzbar ist, wird sich erst kurzfristig entscheiden. Zuletzt konnte Evivo nicht rotieren, wenn die Annahme der gegnerischen Aufschläge nicht funktionierte. Beim 0:3 gegen den Moerser SC war das der Anfang für eine Negativspirale, die im Einbruch im dritten Satz endete. Anlass zur Hoffnung gibt die Auswärtsbilanz.

Fünf Spiele hat Düren bisher gewonnen, vier davon in fremden Hallen. Am vorletzten Spieltag zeigte die Mannschaft beim Angstgegner Netzhoppers Königs Wusterhausen Bestensee gute Nerven. „Wir wollen für uns selbst beweisen, dass wir es können und gute Spiele machen”, beschrieb Angreifer Nicolai Kracht die Motivation für den Rest der Saison. Diese Denkweise ist die einzig gangbare. Denn mehr als das Erreichen von Minimalzielen, die vor der Saison als Enttäuschung gegolten hätten, ist nicht mehr möglich.
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