Düren - Eine Turmspitze zeugt von der Zerstörung

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Eine Turmspitze zeugt von der Zerstörung

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Kurt Klee (links) und Bernd Hahne präsentieren im Stadtmuseum die inzwischen restaurierte Turmspitze der Villa Schneppenheim. Foto: B. Giesen

Düren. Manchmal gilt es zu retten, was noch zu retten ist. In dieser Disziplin üben sich gerade die Mitstreiter des Dürener Stadtmuseums, denen jüngst durch Zufall die Turmspitze der alten Villa Schneppenheim in der Dürener Eisenbahnstraße zugefallen ist. Kurt Klee, der sowieso schon längere Zeit ein Auge auf die Turmspitze geworfen hatte, konnte sie jetzt sicher stellen und hat sie auch schon restauriert.

Dabei wirft das gute Stück mehr Fragen auf, als beantwortet werden können. Bernd Hahne vom neuen Trägerverein des Stadtmuseums: „In Düren hatten früher viele Häuser solche Verzierungen. Wir wissen aber zum Beispiel nicht, ob die auch in einer Dürener Werkstatt gefertigt wurden und ob weitere Turmspitzen die Zerstörung der Stadt überstanden haben.”

So ganz ohne Schäden ist auch die Spitze der Villa Schneppenheim nicht davon gekommen. Gefertigt mit der Jahreszahl 1908 hat sie zwei Weltkriegen getrotzt, weist aber mehrere Einschusslöcher auf. Stolz ist Hahne auch noch auf eine andere Schenkung. Nachdem die Samenhandlung Weiser in Düren geschlossen wurde, ist es ihm gelungen, einen Teil der Ladenausstattung zu retten - von alten Produktstempeln über Gewichte bis zu Scheffeln.

Beide Fundstücke sind schon jetzt im neuen Museum in der Arnoldsweilerstraße untergebracht. Dort tagen die Mitstreiter derzeit nahezu täglich, um die Ausstellung, in der die Dürener Stadtgeschichte in Schlaglichtern dargestellt werden soll, zu erarbeiten. Hahne: „Dieses Haus soll nie fertig werden. Es soll ein ständiger Ort des Arbeitens und Diskutierens werden.” Und getreu diesem Motto bietet der Verein jeden Dienstag von 18 bis 20 Uhr eine offene Runde an, in der Interessierte an der Stadtgeschichte sich einbringen können.

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