Düren - Eine Torte zum Start der Umgehungsstraße

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Eine Torte zum Start der Umgehungsstraße

Von: Ingo Latotzki
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Schneiden eine Torte an: Vize-Landrätin Liesel Koschorreck, der Hauptgeschäftsführer des Landesbetriebes Straßen NRW, Winfried Pudenz, Staatssekretär Thomas Rachel, BI-Sprecher Eberhard Hess, NRW-Staatssekretär Gunther Adler und Bürgermeister Paul Larue (von rechts). Foto: Ingo Latotzki
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Es ist gerichtet, die Spaten stehen bereit und lehnen an einer Karte, die den Streckenverlauf der B 56 n zeigt. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Auch wenn gerade ein wenig Nebel herauf gezogen ist und den bis dahin strahlend blauen Himmel ablöst, sagt Paul Larue: „Düren atmet auf!“ Das bezieht der Dürener Bürgermeister nun wirklich nicht aufs Wetter. Er bezieht es auf den Anlass, den es Dienstagmittag zu feiern gibt: den ersten Spatenstich für den Bau der B56n.

Mehr als vier Jahrzehnte ist die Dürener Ostumgehung im Gespräch, nun geht es los. Und weil es so lange gedauert hat und zunächst eine erste Brücke an der Sievernicher Straße im Südosten Dürens (nahe Neapco) gebaut wird, sind am Dienstag alle guter Dinge. Die schneidige Kälte kann den Ehrengästen nichts anhaben, zu groß ist die Freude, dass „die Menschen in Düren, vor allem die Anlieger der Schoeller- und Euskirchener Straße nach Jahrzehnten entlastet werden“, wie Bürgermeister Paul Larue sagt.

Für die Anwohner bedeutet der Bau der 33,4 Millionen Euro teuren und 6,6 Kilometer langen Umgehung weniger Verkehrslärm und vor allem weniger Schadstoffe. Der Bund bezahlt die Straße. Für die Berliner Regierung redet Thomas Rachel, Staatssekretär im Forschungsministerium. Der Dürener spricht von „einer Verbesserung für alle, für die Menschen, für die Stadt“.

Dort, wo die Zeremonie stattfindet, weht eine Deutschland-Fahne, eine von NRW und eine des Landesbetriebes Straßen NRW. Die Behörde ist Bauherr. Ihr Hauptgeschäftsführer Winfried Pudenz spricht von der „kommenden, effizienten Verkehrsführung für Düren“, NRW-Staatssekretär Gunter Adler von „einem guten Tag für Düren“. Angesichts des Wetters sagt er: „Wir frieren für einen guten Zweck.“ Später schneiden sie alle eine große Torte an. Sie zeigt den Streckenverlauf der neuen Umgehungsstraße und findet häppchenweise ihre Abnehmer. Die B56n scheint zu schmecken.

Gekommen ist auch Eberhard Hess, der fast den Namen „Mister B56n“ verdient hätte. Der Unternehmer (Krafft Walzen) kämpft als Kopf einer Bürgerinitiative seit vier Jahrzehnten für den Bau der Straße. Als er begrüßt wird, gibt es Beifall. Hess verteilt gelbe Schirmmützen mit der Aufschrift B56 n. Und auch betroffene Anwohner sind gekommen, etwa August Reiermann, der seit 1965 an der Euskirchener Straße wohnt und unter den Beeinträchtigungen zu leiden hat. Wenn die B56n in vier Jahren wie geplant fertig ist, soll die Verkehrsbelastung nicht mehr so groß sein. Statt der momentan 29.000 Fahrzeuge rollen demnächst noch 15.000 über Euskirchener- und Schoellerstraße.

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