Düren - Eine neue Schule für rund 20.000 Schüler

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Eine neue Schule für rund 20.000 Schüler

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:

Düren. Friedhelm Eßer aus Nörvenich wollte immer Lehrer werden. „Aber als ich mit dem Studium, fertig war”, erzählt der 58-Jährige, „wurden keine Lehrer mehr eingestellt.

Und so bin ich zur Erwachsenenbildung gekommen.” Gott sei Dank, möchte man fast sagen, denn Friedhelm Eßer macht Erwachsenenbildung mit Leib und Seele, mit großer Begeisterung. Eßer ist der neue Leiter der neuen Volkshochschule (VHS) Rur-Eifel, einem Zusammenschluss der beiden Volkshochschulen von Stadt und Kreis Düren.

Sein Stellvertreter ist Stefan Kesting, der bisher stellvertretender Leiter der städtischen VHS war. „Die Erwachsenenbildung bietet einfach viel mehr Möglichkeiten”, sagt Friedhelm Eßer. „Wir sind freier im Lehrplan und können bedarfsorientiert arbeiten.” Etwa ein Jahr haben Friedhelm Eßer und Stefan Kesting mit ihren Teams der beiden Volkshochschulen die Fusion der beiden Schulen vorbereitet.

Eßer: „Die Zusammenlegung der beiden Schulen war politisch gewollt. Was wir haben, ist ein gemeinsames Programm und eine gemeinsame Entgeltordnung. Und jetzt müssen wir dafür sorgen, dass zwei selbstständige Teams zusammenfinden und eine starke Mannschaft werden.” Friedhelm Eßer benutzt ein schönes Bild, um ganz genau zu erklären, was er meint: „Das Schiff VHS Rur-Eifel verlässt gerade erst den Hafen und wir gehen jetzt gemeinsam auf große Fahrt.”

Natürlich, so die beiden VHS-Leiter, sei ein Grund für die Fusion auch die Einsparung finanzieller Mittel gewesen. Stefan Kesting: „Wir sparen zwei halbe Verwaltungsstellen ein, es gibt nur noch ein Schulgebäude, nämlich das in der Violengasse, wir haben nur noch ein Programmheft.” Besonderen Wert legen die beiden Männer darauf, dass eine gemeinsame Volkshochschule auf keinen Fall weniger Bildung bedeuten würde.

„Das Programm”, so Stefan Kesting, „ist nicht schmaler. Im Gegenteil.” Und Friedhelm Eßer ergänzt: „Ich glaube sogar, dass wir für unsere Kurse jetzt eine größere Durchführungssicherheit haben.” Natürlich, so Eßer weiter, gäbe es nach wie vor Angebote in den zehn Kommunen, die neben Düren zur neuen VHS Rur-Eifel gehören würden. „Aber es gibt eben auch zentrale Kurse in Düren, die sicher für viele Leute interessant sind.”

Stefan Kesting und Friedhelm Eßer rechnen mit knapp 20.000 Schülern im Jahr. „Die Zahlen”, so Eßer, „sind sehr stabil.” Eine Volkshochschule lebe von der Akzeptanz des Programms. „Und wenn die Akzeptanz nicht mehr da ist”, so Eßer, „müssen wir eben an dem Programm etwas ändern.” Und das ist genau das, was der neue Leiter der VHS-Rur-Eifel meint, wenn er von „mehr Möglichkeiten der Erwachsenenbildung” spricht.

„Heute”, sagt Eßer, „nehmen Integrations- und Schulabschlusskurse einen großen Stellenwert unserer Arbeit ein. Vor 20 Jahren waren EDV-Kurse der große Renner. Das ist heute nicht mehr so.” Auch Sprachen, nennt Eßer ein weiteres Beispiel, würden immer verlangt. „Aber auch da müssen wir sehr flexibel sein. In Heimbach sind im Augenblick Niederländisch-Kurse gefragt, sicherlich auch wegen des Tourismus und des Feriendorfes. Und darauf reagieren wir dann.”

Friedhelm Eßer und Stefan Kesting freuen sich auf den Start der Volkshochschule Rur-Eifel. Genau heute fängt das neue Semester offiziell an. „Ich wünsche mir möglichst viele Schüler”, sagt Stefan Kesting. „Und ich”, ergänzt Friedhelm Eßer, „dass möglichst viele Kurse stattfinden können.”
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