Düren - Eine kleine Weltreise durch die Region

Eine kleine Weltreise durch die Region

Von: Anja Klingbeil
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Leiten das Studienseminar: Peter Heinzke und Elke Bennetreu. Foto: Anja Klingbeil

Düren. Was wohl in einem Schrebergarten so passiert? Steht da wirklich in jeder Parzelle ein dickbäuchiger kleiner Zwerg mit knallroter Mütze auf dem Kopf? Oder ist das nur ein Klischee? Für viele ist das bereits eine fremde Welt.

Etwas Unbekanntes, das neugierig macht, das man entdecken will. Doch es gibt auch fremde Dinge, die Angst machen, weil wir sie nicht kennen. Der fremde Nachbar, eine andere Existenzweise oder ein unterschiedliches Lebensmodell. In der globalisierten Gesellschaft ist das Leben vielfältig und abwechslungsreich.

Parallel existieren verschiedene Welten und Kulturen. Für die einen ist es spannend, diese zu entdecken, für andere eher beängstigend. Die Kulturwerkstatt „Das Fremde. Andere Lebenswelten entdecken” geht mit den Teilnehmern auf Entdeckungsreise. Die einjährige Seminarreihe ist eine Kooperation zwischen den Familien- und Erwachsenenbildungswerken des Kirchenkreises Jülich und der Evangelischen Gemeinde Düren.

„In einer globalisierten Welt müssen wir offensiv damit leben, dass es etwa nicht nur eine Kultur gibt, sondern mehrere”, sagt Elke Bennetreu vom Bildungswerk. Die Kultur und Religion des Islams wird Markus Reißen, Ethnologe und Islamwissenschaftler, den Teilnehmern näher bringen, um Vorurteile abzubauen. Denn wer sich für die Möglichkeiten der Vielfalt interessiert, der möchte mehr wissen: Mehr über Kulturvielfalt, mehr über verschiedene Lebenswelten, mehr über das Leben. Angesprochen sind Menschen, die sich kritisch mit der Frage nach dem Vertrauten und Eigenem auseinander setzen wollen. „Mit ihnen wollen wir uns in Theorie und Praxis auf eine tiefe Recherche einlassen”, erklärt Elke Bennetreu. Den theoretischen Teil etwa begleitet der Philosoph Markus Melchers.

Für den praktischen Part ist ein Besuch in der Dürener psychiatrischen Klinik geplant. „Psychische Krankheiten gehören auch immer noch zum Fremden. Sind ein Tabu-Thema. Man redet viel eher von körperlichen Erkrankungen”, sagt Elke Bennetreu.

Das erste Halbjahr des Seminar ist weitgehend geplant. Für das zweite Halbjahr können die Teilnehmer selber Ideen entwickeln, was sie gerne einmal näher kennenlernen würden. „Das Lernen soll ja Spaß machen. Es geht darum, sich selbst in der Welt zu entdecken, eine kleine Weltreise in der eigenen Region zu unternehmen”, hofft Peter Heinzke, Familienbildung der Evangelischen Gemeinde Düren, auf zahlreiche, interessierte Teilnehmer.

Informationstag am Freitag, 5. Februar

Wer mehr über die Seminarreihe erfahren will, kann dies unverbindlich am Informationstag, der am Freitag, 5. Februar, von 14 bis 18.30 Uhr im Haus der Evangelischen Gemeinde, Wilhelm-Wester-Weg, stattfindet.

Einmal im Monat, jeweils freitags, finden von 14 bis 18 Uhr die Treffen statt. Nach Absprache an wechselnden Orten. Außerdem gibt es verschiedene Exkursionen.

Die Gebühr beträgt pro Halbjahr 60 Euro. Am Ende erhalten die Teilnehmer ein Zetrifikat.

Anmeldung ist ab sofort möglich beim Erwachsenenbildungswerk Jülich, 02461/99660, eeb@kkrjuelich.de , sowie bei der Evangelischen Gemeinde Düren, 02421/188170.
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