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Eine fundierte Abrechnung mit der katholischen Kirche

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Sie wirft kritische Bliocke hinter die Kulissen der katholischen Kirche: Die ehemalige Nonne Majella Lenzen.

Düren. Wahrhaftiges Eintreten für die eigenen Überzeugungen: Das hat Majella Lenzen immer getan. Gekostet hat sie das ihren Beruf, ihre Berufung und jegliche finanzielle Sicherheit. Denn Lenzen war einst Ordensschwester. Jetzt lebt sie in Düren.

Am Donnerstag, 29. Oktober, 19.30 Uhr, weilt sie auf Einladung des städtischen Frauenbüros in der Stadtbücherei im Haus der Stadt.Dort liest sie aus ihrem Buch „Das möge Gott verhüten. Warum ich keine Nonne mehr sein kann”.

Majella Lenzen wurde 1938 in Aachen geboren, 1953 trat sie in das Internat des Ordens der Missionsschwestern vom Kostbaren Blut in Neuenbeken/Paderborn ein. 1959 legte sie das Gelübde ab und hieß fortan Schwester Maria Lauda.

33 Jahre war Majella Lenzen im Dienst der Kirche in Afrika tätig. In Tansania baut die gelernte Krankenschwester ein Krankenhaus auf. Lepra, Malaria, Kaiserschnitte und Amputationen gehören ebenso zu ihrem Alltag wie die Leitung des Turiani Hospitals. Sie besucht Management-Seminare in London, doch in der Kirche bleibt sie unmündig. Sie wird als Provinzoberin nach Simbabwe versetzt.

Kondome verteilt

Weil sie versucht, die Ordensregeln zu erneuern, gerät sie in Konflikt mit der Kirche. Ihre Reformen werden rückgängig gemacht und sie wird zwangsversetzt in eine von HIV stark betroffene Krisenregion, wo sie die kirchliche Aidsarbeit koordiniert.

Als sie Kondome im Rotlichtviertel von Morogoro vertelt, provoziert sie den finalen Skandal. Sie wird von ihrem Bischof in ein Leben ohne jede Absicherung entlassen und 1995 von ihren Gelübden entbunden.

Über die Katholische Kirche wird zwar viel geredet und noch mehr spekuliert, aber was tatsächlich hinter den Mauern des Vatikans oder der Klöster passiert, wird nur selten bekannt.

Eine der wenigen, die sich getraut haben, das Schweigen zu brechen, ist die Dürenerin Majella Lenzen. Unter dem Titel „Das möge Gott verhüten. Warum ich keine Nonne mehr sein kann” erschien vor wenigen Wochen ihr Buch und steht weit vorne auf der der „Spiegel”-Bestsellerliste.

Eintritt frei

Alle Interessierten sind zu der Lesung am 29. Oktober in der Stadtbücherei, Rudolf-Schock-Platz, herzlich eingeladen. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Es wird aber um Anmeldung im Frauenbüro der Stadt Düren gebeten - entweder unter 02421/252261 oder per E-Mail an die Adresse frauenbuero@dueren.de .
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