Eine dreifache Goldhochzeit: Geschwister heiraten vor 50 Jahren

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Früher (oben) und heute: Die drei Pelzer-Geschwister und ihre Partner feiern am Samstag die Goldene Hochzeit im Kreise ihrer Familien und Freunde.

Düren. „Dreimal Ja vor dem Traualtar”, schrieb unsere Zeitung am Montag, 22. Oktober 1962. Als diese Zeilen geschrieben wurden, saßen Rosemarie, Helmut und Alois Pelzer schon im Flieger in Richtung Mallorca. Flitterwochen. Zu dritt? Nein, zu sechst.

Am Samstag zuvor, also vor ganz genau 50 Jahren, waren die Geschwister Rosemarie (damals 23), Helmut (26) und Alois (25) ihren Partnern Adolf Scheidtweiler (24), Ingrid Kooff (24) und Gisela Collip (23) den Bund fürs Leben eingegangen.

„Es ist schön, dass wir zusammen alt geworden sind”, sagt Rosemarie Scheidtweiler. Ihre vielen Hochzeitstage haben die drei Paare seitdem immer zusammen verbracht. Die Silberhochzeit haben sie beispielsweise auf der Nideggener Burg gefeiert. Und am Samstag begeht das „Hochzeits-Terzett” von damals - natürlich wieder gemeinsam - das Goldene Ehejubiläum.

„Der 22. Oktober 1962 war ein goldener Herbsttag”, erinnert sich Helmut Pelzer. Eine Kutsche hat die drei Brautpaare zur Annakirche gebracht. Dort wartete die Hochzeitsgesellschaft - und mit ihr die Lokalpresse und eine bekannte Boulevardzeitung, die sich dieses außergewöhnliche Ereignis nicht entgehen lassen wollten.

Nach der Trauung feierten die Frischvermählten mit ihren Familien im Stadtparkrestaurant in Düren das dreifache Glück - mit einer großen Hochzeitstorte. Voll Dankbarkeit und Freude blicken die sechs Eheleute auf die vergangenen 50 Jahre zurück. Sie erinnern sich an viele schöne Momente, an Höhen und Tiefen.b Besonders freut es die Jubelpaare, dass auch alle anderen sieben Pelzer-Geschwister heute noch dabei sein können.

Der familiäre Zusammenhalt wurde in der Familie immer sehr geschätzt - in schwierigen Zeiten, aber auch in den fröhlichen. So freuen sich alle auf das jährliche Familientreffen. „Dann gehen wir wandern und zum Abschluss grillen wir”, erzählt Adolf Scheidtweiler. Bei diesen Festen sind die insgesamt vier Söhne und sechs Enkelkinder natürlich dabei - genau wie am Samstag bei der Feier der Goldhochzeit versteht sich.

Die drei vom „Hochzeits-Terzett”, die aus einer Großfamilie stammen, haben 1962 übrigens drei Einzelkinder geheiratet. „In der Großfamilie haben die drei sich sofort wohlgefühlt”, erzählt Rosemarie Scheidtweiler

Mit ihren heutigen Schwägerinnen ist sie schon seit der Kindheit beziehungsweise seit der Jugend befreundet. Rosemarie Pelzer und Ingrid Kooff haben schon zusammen die Schule besucht: „Ingrid gehörte schon als Kind zu unserer Familie, sie war häufig bei uns zu Besuch.” Im Jugendalter war auch Gisela Collip häufig mit den Beiden unterwegs.

„Auf gemeinsam besuchten Tanzabenden und Hausbällen gesellten sich nach und nach zu Helmut Pelzer die Ingrid, zu Alois Gisela Collip und zu Rosemarie Betriebsschlosser Adolf Scheidtweiler”, schrieb unsere Zeitung damals. Adolf Scheidtweiler und Rosemarie Pelzer haben sich 1959 beim Schützenfest in Gürzenich kennengelernt. Und von da an war das Sextett komplett. „Wir wollten alle im gleichen Jahr heiraten. Und dann haben wir das gemacht”, erzählt Rosemarie Scheidtweiler. Zweckmäßig war das, und billiger - aber eben auch (fast) einmalig und unvergleichlich schön.
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