Radarfallen Blitzen Freisteller

Eine Baustelle, die es in sich hat

Von: Margret Vallot
Letzte Aktualisierung:
blens_bau_bu
Beaufsichtigt für den Landesbetrieb die Baustelle zwischen Blens und Hausen: Dipl.-Ing. Helmut Schmitz. Die Straße befindet sich neben der Bahnstrecke, Stützwände (hinten) mussten gebaut werden. Foto: Margret Vallot

Heimbach. Wer von Düren aus nach Heimbach fährt, zum Beispiel um im Nationalpark ein paar schöne Stunden zu verbringen, der wird ab Nideggen umgeleitet. In Heimbach, genauer gesagt zwischen den Ortsteilen Blens und Hausen, wird nämlich die Straße erneuert.

Dort ist eine der schwierigsten Baustellen entstanden, die der Kreis Düren je gesehen hat. Kosten: 6.137.000 Euro.

Noch bis Ende Februar 2009 war die Straße eng und gefährlich. Und: Die Stadt musste Kröten zum Laichen mühsam in Eimern über die Straße tragen lassen. Ab 2. März hieß es dann: Vollsperrung. Seitdem wird gearbeitet. Wird der Winter mild, so könnte Ende März 2010 alles fertig sein.

Es sind nur 1,2 Kilometer, aber die haben es in sich. Die vorher fünf Meter breite Straße wird bald 6,5 Meter breit sein, drei Stützwände - eine davon 300 Meter lang - mussten gebaut werden, denn Straße und Bahnschienen liegen unmittelbar nebeneinander.

„Die Stützwände sind der Grund für die lange Bauzeit”, erklärt Dipl.-Ing. Helmut Schmitz vom Landesbetrieb. Bei laufendem Bahnbetrieb mussten neben den Schienen 1,20 Meter für die Fundamente der Mauern ausgehoben werden. Dazu wurden Pfähle in den Fels getrieben.

Damit nicht genug. 16 Tunnel sorgen dafür, dass Kröten und Biber vom Waldrand aus unter der Straße weg ans Wasser gelangen können. Die Frösche werden durch Leiteinrichtungen zunächst ganz zwangsläufig in die Tunnel hineingelenkt, der Nachwuchs geht später den umgekehrten Weg in Richtung Waldrand.

Der Rödelsbach quert die L249, deshalb musste noch ein aufwendiges Brückenbauwerk geschaffen werden. Und weil bei starken Regenfällen das Wasser (wegen der Stützmauern) nicht einfach abfließen kann, wird es über Kanäle in insgesamt vier Filterbecken geleitet, dort gereinigt und dann in den Rödelsbach und von diesem in die Rur geleitet. „Die Becken waren eine besondere Herausforderung”, erinnert sich Schmidt.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert