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Eine Ära geht zu Ende: von Danwitz kandidiert nicht mehr

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
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Hans-Otto von Danwitz plant seine dritte große Pilgerreise. Diesmal möchte er zu Fuß von Rom nach Jerusalem gehen. Foto: Sandra Kinkel

Düren. Am 14. März geht in Düren eine Ära zu Ende. Das klingt hochtrabend, stimmt aber. Am 14. März wählen alle pastoralen Mitarbeiter und rund 50 delegierte Ehrenamtler einen neuen Regionaldekan für die Region. Nach drei Amtsperioden steht Hans-Otto von Danwitz für dieses Amt nicht mehr zur Verfügung. „Bei der Wahl vor fünf Jahren gab es keinen, der dieses Amt übernehmen wollte“, so Hans-Otto von Danwitz.

 „Sicherlich auch, weil damals die Fusionen und Zusammenlegung verschiedener Pfarren organisiert werden mussten. Deswegen habe ich noch eine dritte Amtsperiode gemacht. Aber jetzt ist Schluss.“ Schon für die dritte Amtszeit hatte von Danwitz eine Ausnahmegenehmigung vom Bischof bekommen. Der Regionaldekan ist für alle katholischen Pfarrgemeinde im Kreis Düren zuständig. Er vertritt die Anliegen des Bischofs in der Region und die Interessen der Region gegenüber dem Bischof.

„Dass ich demnächst nicht mehr Regionaldekan bin“, sagt Hans-Otto von Danwitz, „bedeutet nicht, dass ich Kirche nicht mehr mitgestalten möchte.“ Von Danwitz ist wieder in den Priesterrat des Bistums Aachen gewählt worden, zudem ist er neuer Vorsitzender des Verbunds katholischer Kindertagesstätten geworden. Außerdem wird er natürlich wieder zu 100 Prozent Pfarrer in St. Lukas.

Bisher wird er für seine Aufgaben als Regionaldekan von seiner Arbeit in der Gemeinde zur Hälfte freigestellt. „Es hat unzählige schöne Erlebnisse in meiner Zeit als Regionaldekan gegeben“, so von Danwitz. „Besonders schmerzhaft war die Schließung der Regionalstelle in der Kölnstraße, die ja auch mit der Entlassung von Mitarbeitern verbunden war. Das war für mich sehr schlimm.“

Zehnwöchige Auszeit

Bevor Hans-Otto von Danwitz sich in seine neuen Aufgaben stürzt, nimmt er eine zehnwöchige Auszeit, wie er das nach jeder Dekanswahl bisher getan hat. Beim ersten Mal ist er auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela gepilgert, beim zweiten Mal mit dem Fahrrad und zu Fuß nach Rom gereist und jetzt geht er von Rom nach Jerusalem.

„Ich möchte unterwegs sein auf den Spuren des Heiligen Paulus.“ Rund 4000 Kilometer wird Hans-Otto von Danwitz zurücklegen. Von Rom wandert er in Richtung Bari, wo er dann die Fähre nach Griechenland nehmen wird. Von da aus geht es nach Ephesos und Tarsus in der Türkei. „Tarsus“, so von Danwitz, „ist der Geburtsort des Heiligen Paulus. Da möchte ich auf jeden Fall hin.“

Am 15. April geht es los

Wie es von Tarsus weitergeht, weiß von Danwitz noch nicht genau. „Durch Syrien kann ich derzeit ganz sicher nicht laufen. Vermutlich muss ich dann noch einmal ein Stück mit der Fähre fahren.“ Am 15. April um 12.07 Uhr geht von Danwitz‘ Flug nach Rom, am 29. Juni, dem Namenstag des Heiligen Paulus, hält er um 9 Uhr wieder seine erste Messe in der Annakirche. Dazwischen, das weiß Hans-Otto von Danwitz von seinen ersten beiden Pilgerreisen, liegt ganz viel Einsamkeit. „Und darauf freue ich mich auch ganz besonders. Ich will alleine sein.“

Er habe, so der 53-jährige Seelsorger, bei seiner Priesterweihe unter anderem versprochen, regelmäßig zu beten. „Und dazu bin ich während meiner letzten Amtszeit als Regionaldekan nicht immer gekommen. Jedenfalls nicht so, wie ich mir das gewünscht habe. Und das will ich in erster Linie auf meiner Pilgerreise nachholen.“

Mit dabei hat der Regionaldekan übrigens nur einen Rucksack. „Und der darf inklusive Wasser nicht mehr wiegen als zwölf Kilogramm. Sonst ist er einfach zu schwer.“

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