Ein zweites Leben dank den Fußballkollegen

Von: kin
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Düren. Eigentlich war am 19. Januar alles so wie immer. Michael Greven aus Derichsweiler wollte zum Training der Alten Herren von Viktoria Arnoldsweiler, hat sich umgezogen und ist in die Halle gekommen. „Plötzlich kam der Ball, ich bin gestolpert und hatte einen totalen Blackout”, so der zweifache Familienvater.

Und seitdem ist nichts mehr so wie vorher.

Michael Greven hatte Kammerflimmern, das zu einem Herzstillstand geführt hat. „Zwei Mannschaftskollegen haben sofort mit Erst-Hilfe-Maßnahmen angefangen, ein anderer hat den Krankenwagen gerufen. „Ich bin 14, 15 Mal mit einem Defibrillator wiederbelebt worden”, sagt Michael Greven. „Aber erinnern kann ich mich an nichts. Ich war erst eine gute Woche nach dem Unfall wieder ansprechbar.” Die Ärzte hatten Michael Grevens Familie nicht viel Hoffnung gemacht, seine Frau und die beiden Söhne haben sich sogar von ihm verabschiedet. Aber Michael Greven hat es geschafft.

Vier Wochen Krankenhaus

Vier Wochen war er im Krankenhaus, vier weitere Wochen in einer Reha-Klinik, seit 14 Tagen ist der 44-Jährige wieder zu Hause. „Ich habe noch einige neurologische Probleme”, erzählt er, „aber es geht mir schon etwas besser. Und ich muss mich halt noch viel ausruhen. Ich bin körperlich noch nicht so belastbar.” Bis er wieder arbeiten kann, ist es für Greven noch ein weiter Weg. „Ich hoffe sehr, dass ich wieder in meinem Beruf als Fliesenleger arbeiten kann. Aber das dauert wohl mindestens noch ein halbes Jahr.”

Keiner weiß, woher Grevens Herzprobleme kamen, vor dem Kammerflimmern war er bis auf leichten Bluthochdruck ein kerngesunder Mann. Eine Art spezieller Herzschrittmacher soll verhindern, dass Greven ein weiteres Mal zusammenbricht. „Ich feiere jetzt zwei Mal Geburtstag. Am 23. September und am 19. Januar.”

Tolle Freunde

Für ihn, so Greven, sei es besonders schön zu wissen, dass er eine Familie und Freunde habe, die bedingungslos zu ihm halten und ihn in jeder Lebenslage unterstützen würden.

„Meine Fußballkollegen haben mich nicht nur gerettet, sie haben mich auch immer besucht. Das war ganz toll. Und das ist auch ein sehr schönes Gefühl.”
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