Ein Weltstar beehrt das Heimbacher Jugendstilkraftwerk

Von: kin
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Lars Vogt (links) und Weltstar
Lars Vogt (links) und Weltstar Klaus-Maria Brandauer begeisterten in Heimbach mit einem Abend rund um Goethes Faust.

Heimbach. Am Ende hat es einen lauten Knall und eine herzliche Umarmung gegeben. Klaus Maria Brandauer wirft das Buch mit seinen Text auf den Boden, das Publikum im ausverkauften Jugendstilkraftwerk in Heimbach applaudiert und Lars Vogt, künstlerischer Leiter des Kammermusikfestivals „Spannungen”, und Klaus Maria Brandauer ist die Erleichterung, die Freude über einen gelungenen Abend deutlich anzumerken.

Beim zweiten Vorspann-Konzert der Kammermusikwoche, die Montagabend offiziell eröffnet wurde, war mit Klaus Maria Brandauer ein echter Weltstar in Heimbach.

Brandauer ist bereits zum dritten Mal in Heimbach aufgetreten, diesmal war der gemeinsame Abend mit Lars Vogt überschrieben mit „Auf eigene Faust”. Bei dem Abend ging es - natürlich um Goethes Faust, aber auch um andere Autoren, die sich mit dieser Figur auseinandergesetzt haben, es ging um teuflische Mächte, um Seele, Fleisch und Blut. Klaus Maria Brandauer und Lars Vogt nahmen ihr Publikum mit auf eine literarisch-musikalische Reise vom Himmel durch die Welt zur Hölle.

Dabei gingen Rezitator und Pianist von Anfang eine einen echten Dialog miteinander ein, Klavier und Texte wechselten sich ab, manchmal war aber auch beides gleichzeitig zu hören. Vogt und Brandauer waren einander immer zugewandt und erzeugten rund 80 Minuten eine unglaubliche Dichte, eine riesige Spannung.

Lars Vogt begeistert mit modernen, zeitgenössischen, aber auch sehr wohl klingenden Klavierstücken, die ungeheuer virtuos waren und immer zu den vorgetragenen Texten passten. Die wiederum hat Klaus Maria Brandauer mit viel Nachdruck, Gestik und einem unnachahmlichen Mimenspiel vorgetragen. Beiden Männern hat der Abend in Heimbach ohne Zweifel unglaublich viel abverlangt.

Die Anspannung und Konzentration der Männer war fast mit den Händen greifbar. Schade nur, dass für nicht wenige der Zuschauer in Heimbach die Texte von Klaus Maria Brandauer kaum zu verstehen waren. „Ich habe kein Wort gehört”, meinte eine Zuschauerin sehr enttäuscht. „Das war einfach viel zu leise.”

Auch in Salzburg ausverkauft

„Auf eigene Faust” war übrigens eine Koproduktion zwischen „Spannungen” und den „Salzburger Festspielen”. Aber wer gehofft hat, das Programm am Sonntag, 31. Juli, noch einmal im Salzburger Landestheater erleben zu können, hat leider Pech gehabt. Das Konzert in der österreichischen Festspielstadt ist bereits seit langem ausverkauft.
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