Ein steinerner Zeuge wartet auf seinen Einsatz

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Dieses Stück Berliner Mauer steht in Kreuzau. Foto: Ingo Latotzki

Düren/Kreuzau. Zwei Original-Segmente der Berliner Mauer sind nach der Wende 1991 an die Rur gekommen. Eines wurde auf dem Friedrich-Ebert-Platz in Düren, das andere in Kreuzau an der Ecke Hauptstraße/Dürener Straße aufgestellt.

In Kreuzau steht das Relikt noch, in Düren ist es zurzeit der Öffentlichkeit verborgen.

Vor der Neugestaltung des großen Kreisverkehrsplatzes im Jahr 2004 wurde das Mauerstück entfernt - auch, weil sich bei der Neuverlegung von Leitungen herausstellte, dass die Standfestigkeit nicht mehr gewährleistet war. Die politischen Gremien kamen seinerzeit aber auch zu dem Schluss, dass der Friedrich-Ebert-Platz generell nicht der richtige Standort sei. Das relativ kleine Relikt aus der Zeit der Deutschen Teilung komme auf dem großen Platz nicht so recht zur Wirkung, hieß es.

Das Mauersegment wurde vom Betriebshof, dem heutigen Dürener Service-Betrieb (DSB), in ein Depot geschafft, wo es noch heute - verdeckt durch viele andere eingelagerte Dinge - ein Schattendasein fristet. „Ein neuer Standort für den steinernen Zeugen der jüngeren Deutschen Geschichte ist immer noch nicht gefunden”, bedauert Horst Frisch, stellvertretender Leiter des DSB. „Es wäre schön, wenn Rat und Verwaltung den 50. Jahrestag des Mauerbaus zum Anlass nähmen, diese Frage noch einmal aufzugreifen.”

Es war Oberst Peter Noack, Kommandeur der damaligen Heimatschutzbrigade 53, der die beiden Mauerteile ins Dürener Land bringen ließ. Bei der Aufstellungsfeier in Düren sagte Noack: „Ich bin der Auffassung, dass Teile dieses unmenschlichen Bauwerks für die Bevölkerung sichtbar der Nachwelt erhalten werden müssen, damit spätere Generationen vor Augen haben, wozu totalitäre Staaten in der Lange sind, wenn es darum geht, die Menschenrechte zu missachten.”
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