Ein Solidaritätsbeitrag für arbeitslose Jugendliche

Von: Sandra Kinkel
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Generalvikar Manfred von Holtum (dritter von rechts) hat das Sozialwerk Dürener Christen besucht und sich über die wichtige Arbeit informiert, die hier geleistet wird. Foto: Sandra KInkel

Düren. „Die Arbeit, die hier jeden Tag geleistet wird ist ein deutliches Zeichen der Solidarität. Auch der Solidarität der Kirche mit Menschen, die keine Arbeit haben.“ Generalvikar Manfred von Holtum war am Donnerstag zu Besuch beim Sozialwerk Dürener Christen, um auf die Solidaritätskollekte am Wochenende, 11. und 12. Mai, aufmerksam zu machen.

„Weil Arbeit nicht vom Himmel fällt... sind wir gefragt“, heißt das Motto der Solidaritätskollekte im Bistum Aachen in diesem Jahr, mit dem Geld, das in den Gottesdiensten gesammelt wird, sollen die über 50 Projekte und Initiativen in der gesamten Diözese unterstützt werden, in denen täglich über 2500 Menschen Beratung, Begleitung, Bildung und Arbeit und damit die Chance auf Gemeinschaft und auf ein eigenständiges Leben finden. Eines dieser wichtigen Projekte ist auch das Sozialwerk Dürener Christen.

„Wir sind 1985 angetreten“, so Professor Kurt Schroeder, Vorsitzender des Sozialwerks Dürener Christen, „um Benachteiligungen auszugleichen, Bildung zu ermöglichen und so unsere Gesellschaft solidarischer, demokratischer und offener zu gestalten.“

Anfangs, so Schroeder weiter, habe man zunächst junge Leute in Praktikumsplätze und Arbeitsstellen vermittelt. „Sehr schnell ist es aber erforderlich geworden, dass wir selbst auch Arbeitsplätze geschaffen haben und anbieten.“

Heute, so der Kurt Schroeder, betreibe das Sozialwerk Einrichtungen an verschiedenen Standorten in Düren. Jugendliche und junge Erwachsene, die eben nicht die besten Voraussetzungen haben, können in unterschiedlichen Gewerken wie Zierpflanzengärtner, Tischler, Bürokaufmann, Frisör und Einzelhandel eine Ausbildung absolvieren. Darüber hinaus gibt es diverse berufsvorbereitende Maßnahmen und ein spezielles Programm für schulmüde Jugendliche. Insgesamt arbeiten über 100 Menschen beim Sozialwerk.

Und auch wenn das Sozialwerk in den vergangenen Jahren immer wieder von massiven Kürzungen betroffen war, leiste man, so Kurt Schröder, hier sehr wertvolle und vor allem nachhaltige pädagogische Arbeit.

Karina Umlauf vom Sozialwerk Dürener Christen erklärt das so: „Für uns sind auch benachteiligte Jugendliche Elite. Und die sind uns eben auch sehr wichtig.“ Störenfriede seien für die pädagogischen Mitarbeiter des Sozialwerks verhaltenskreativ und originell. „Sie brauchen einfach andere Lernformen. Wir sind der Überzeugung, dass ein barrierefreier Zugang zu Bildung ein Menschenrecht ist.“

Einig sind sich die Verantwortlichen des Sozialwerks, dass solche Aktionen wie die Solidaritätskollekte unbedingt notwendig sind. „Die Kollekte“, so Kurt Schroeder, „ist ein wichtiger Beitrag, um unsere Maßnahmen auch in Zukunft zu sichern. Wir sind zwingend auf Spenden angewiesen.“

Auch Generalvikar Manfred von Holtum versäumte es bei seinem Besuch in Düren nicht, sich bei allen Spendern und auch den Kirchensteuerzahlern zu bedanken. Im Jahr 2012, so von Holtum, seien im gesamten Bistum Aachen 860.000 Euro aus Kirchensteuermitteln in Arbeitslosen-Projekte geflossen.

„Und das Sozialwerk Dürener Christen“, so der Generalvikar, „hat immerhin 37.723 Euro bekommen.“ Der Geistliche betonte, dass der Kampf gegen Arbeitslosigkeit eine gesamt-gesellschaftliche Aufgabe sei. „Einer allein kann der Problematik Arbeitslosigkeit nicht wirksam begegnen. Hier brauchen wir wirklich einen Zusammenschluss der Kirchen, der Politik, einfach der ganzen Gesellschaft.“

Manfred von Holtum war zum ersten Mal in den Werkstätten des Sozialwerks Dürener Christen in Düren zu Gast. Er nutzte die Gelegenheit, um sich ausführlich mit den jungen Leuten zu unterhalten, die in den Werkstätten an der Garnbleiche zu Frisören und Verkäufern ausgebildet werden.

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