„Ein schwarzer Wahlsonntag für die CDU“

Von: Franz Sistemich
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Der amtierende Bürgermeister Bert Züll (links) gratuliert seinem Nachfolger Peter Cremer. Auch Peter Boje (Mitte) gehört zu den Gratulanten. Foto: Gudrun Klinkhammer
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Theo Hüffel oder Peter Cremer – die Bürger in Heimbach haben sich für den Kandidaten von FDP, SPD und UWV entschieden.

Heimbach. „Das war ein schwarzer Wahlsonntag für die Heimbacher CDU. Wir werden Opposition lernen müssen“, konstatierte Gerd Linden am Montag. Die Union, deren Vorsitzender und Fraktionsvorsitzender er ist, verlor ihre jahrzehntelange Dominanz.

 Die CDU stellt nicht mehr den Bürgermeister. Sie hat ein Ratsmandat und die absolute Mehrheit eingebüßt, verfügt nur noch über zehn der nun 22 Kommunalpolitiker im Heimbacher Rat.

Am Sonntagabend analysierten die Christdemokraten die Wahlniederlage. Linden ist weiterhin überzeugt, dass Theo Hüffel, ein „überaus kompetenter Finanzfachmann“, die richtige Wahl für das Amt des Bürgermeisters gewesen sei: „Es ist uns allerdings nicht gelungen, den Wähler von dieser Kompetenz zu überzeugen.“ Besonders in Heimbach und Hasenfeld gelang dies nicht: Dort holte der zukünftige Bürgermeister Peter Cremer einen großen Teil seiner Stimmen.

Auf der anderen Seite frohlockten die Wahlsieger. SPD-Fraktionsvorsitzender Dr. Harro Höger, der auf eine erneute Kandidatur für den Rat verzichtet hatte, sprach von einem „historischen Ergebnis“. Der Sozialdemokrat aus Vlatten glaubt, dass die Peter-Cremer-Koalition aus SPD, FDP und UWV, so sie einig bleibe, Heimbach werde gestalten können. Das sieht sein designierter Nachfolger Matthias Dürbaum genauso: „Ich bin zwar für eine Lösungskultur anstelle einer Streitkultur, aber das Positive ist, dass wir uns auch gegen die CDU durchsetzen können.“

Hubert Kast, der zukünftige Fraktionsvorsitzende der FDP, hält auch nicht viel davon, die Muskeln spielen zu lassen, zumal alle Wahlprogramme inhaltlich dicht beieinander lagen. Froh zeigte sich Kast, dass wie die SPD seine Partei die Ratsfraktion verjüngen konnte.

Josef Jörres von der UWV freute sich auf die anstehenden Aufgaben: „Wir werden jetzt das umsetzen, was wir dem Wähler versprochen haben.“ Außerdem überlegte Jörres, eine Listenverbindung der drei Fraktionen für die Ausschusswahlen vorzuschlagen.

Der glückliche Wahlsieger Peter Cremer zeigte zwar Verständnis dafür, dass Politiker ihre Macht möglicherweise gebrauchen wollten, sieht sich aber in der Rolle des Bürgermeisters der vernünftigen Zusammenarbeit um der Sache willen. Und deshalb wird er sich, bevor er zu einem Kurzurlaub aufbricht, noch an die alten und neuen Politiker im Rat wenden.

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