Ein Preis, den Jürgen Becker gern annimmt

Von: Sandra Kinkel
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Die Freude am Unsinn ist es, die den Rheinländer Jürgen Becker auf der Suche nach dem Sinn beflügelt. Foto: Ansgar M. van Treeck

Düren/Mechernich. Der bekannte rheinische Kabarettist Jürgen Becker und der sauerländische Historiker Martin Stankowski bekommen auf Burg Satzvey den „Horst-Konejung-Preis”. Der Preis wird seit 2005 verliehen und ist mit 5000 Euro dotiert.

Er wird an Personen und Institutionen verliehen, die sich für kulturelle und historische Projekte im Rheinland und in der Grenzregion eingesetzt haben. Und genau das haben Jürgen Becker und Martin Stankowski getan. Der Kölner Kabarettist und der sauerländische Historiker haben als Solisten oder gemeinsam die Geschichte der Region und der Stadt Köln sowie die rheinische Archäologie in satirischen Programmen, unkonventionellen Stadtführungen und nicht zuletzt mit der Sendung „Der dritte Bildungsweg” einem breiten Publikum in satirischer und populärwissenschaftlicher Form vermittelt.

Becker und Stankowski haben zum Beispiel besondere Stadtrundfahrten in Straßenbahnen durch Köln angeboten. Jürgen Becker, der am Samstag, 12. Dezember, zudem auch mit seinem aktuellen Kabarettprogramm in Düren zu Gast sein wird (20 Uhr, Arena Kreis Düren), freut sich sehr über den Horst-Konejung-Preis. „Diesen Preis habe ich sehr gerne angenommen”, so Becker. „Kabarettpreise lehne ich ab, die sind reine Zeitverschwendung. Aber über diesen Preis habe ich mich sehr gefreut. Weil ich mich auch wirklich bemühe, Geschichte zu vermitteln.”

Durch geschichtliches Wissen, so Becker, könne man die Welt einfach besser verstehen und aktuelle Geschehnisse besser einordnen. „Außerdem macht Geschichte sehr viel Spaß. Und ich habe den Eindruck, dass viele Leute unsere Geschichte komplett vergessen haben. Das muss sich ändern.” Deswegen ist Jürgen Becker davon überzeugt, dass Kabarettisten auch Geschichtliches präsentieren sollten. „Das eine widerspricht dem anderen nicht. Deswegen finde ich es auch super, dass Achim Konejung so etwas macht. Das ist wirklich großartig.”

Achim Konejung und die „Konejung-Stiftung Kultur” haben sich in den vergangenen Jahren mit verschiedenen Projekten zur rheinischen Geschichte wie Tagungen, Lesungen, literarischen Führungen und Publikationen in Form von Filmen, Büchern und neuen Medien einen Namen gemacht.

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