Ein Pfarrer namens Teufel amüsiert das Publikum

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Da blieb kein Auge trocken: Die Kultur- und Naturfreunde Kelz brachten jetzt den Schwank „Der Himmel sei Dank“ in der Bürgerhalle Lüxheim auf die Bühne. Foto: Andreas Bongartz

Lüxheim. Pfarrer Alfons ist im Grunde ein herzensguter Mensch, seine kirchlichen Aufgaben interpretiert er jedoch etwas unorthodox: So beweist der Gottesdiener eher unchristlichen Einfallsreichtum, um das für die Renovierung der sanierungsbedürftigen Kirche dringend notwendige Geld aufzutreiben. Der Zweck heiligt eben die Mittel und Nomen est Omen, schließlich hört der Pfarrer auf den Nachnamen Teufel.

Zusammen mit seinem arbeitsscheuen Messner Johannes Höll greift er auf nächtliches Kartenspiel und schwarz gebrannten Schnaps als Geldquellen zurück. Eine weitere Finanzspritze soll die Vermietung der vielen leer stehenden Zimmer im Pfarrgemeindehaus bieten. Da hat die Pfarrhaushälterin Hermine alle Hände voll zu tun, will sie doch den Pfarrer auf den Pfad der Tugend zurück führen. Eine Aufgabe, die nicht gerade einfacher wird, als der strenge Domkapitular Dr. Jüngling in der Pfarrgemeinde eintrifft.

Klar, dass da zahlreiche Wirrungen und Irrungen vorprogrammiert sind und bei Bernd Gombolds Schwank „Dem Himmel sei Dank“ kein Auge trocken bleibt. Die Kultur- und Naturfreunde Kelz brachten das Stück in drei Akten am vergangenen Wochenende in der Bürgerhalle Lüxheim auf die Bühne und sorgten für große Erheiterung bei ihrem Publikum. Je 200 Zuschauerinnen und Zuschauer wollten die Komödie freitags, samstags und sonntags sehen. An Samstag und Sonntag waren die Vorführungen zudem restlos ausverkauft. Sehr zur Freude der Kultur- und Naturfreunde, die mit ihren alljährlichen Theatervorführungen in diesem Jahr zudem ihr zehnjähriges Jubiläum feierten.

Seit Herbst vergangenen Jahres hatten die Schauspieler unter der Leitung von Hans-Peter Lennartz den Schwank einstudiert. Dabei besteht das Ensemble vollkommen aus Laienschauspielern, was allerdings auch den Charme der Aufführungen ausmacht. Die Getränke und das Essen, das es während der Vorführung gab, verliehen dem Ganzen den Charakter eines kleinen Volksfestes.

Die Mitwirkenden

In der Bürgerhalle Lüxheim standen auf der Bühne: Karl-Josef Zimmermann als Pfarrer Alfons, Rita Barkhoff als Pfarrhaushälterin Hermine und Fritz Weyers als Küster Johannes Höll. Seine Frau Emma wurde von Marion Fuß gespielt, die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Elfriede Engel von Anneliese Frings. Sarah Hambach stand als Nichte Uschi Engel auf der Bühne, Thorsten Zimmermann als ihr heimlicher Freund Siggi Bischoff.

Peter Imdahl gab den Domkapitular Dr. Jüngling, Tanja Pieck die Aerobic-Lehrerin Heidi Blum. Darüber hinaus wirkten Reiner Müller als Heiratswilliger Hans Meßmer und Anni Vog als Handarbeitslehrerin Heidemarie Rosenfeld mit.

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